1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Bebra

Adrian Abraham ist der beste Vorleser im Landkreis

Erstellt:

Von: Carolin Eberth

Kommentare

Aus dem magischen Fuchsland hat der 12-jährige Adrian Abraham beim Vorlesewettbewerb des Landkreises vorgelesen und damit die Jury überzeugt. Nun tritt der Schüler auf Bezirksebene an.
Aus dem magischen Fuchsland hat der 12-jährige Adrian Abraham beim Vorlesewettbewerb des Landkreises vorgelesen und damit die Jury überzeugt. Nun tritt der Schüler auf Bezirksebene an. © Carolin Eberth

Adrian Abraham ist wohl das, was man landläufig als Leseratte bezeichnet. Der Schüler liest gerne und viel. Besonders spannende Fantasiy-Geschichten haben es ihm angetan.

Bebra - Auch Bücher über seine große Leidenschaft, den Fußball, gehören zur Lieblingslektüre von Adrian. Mit seiner Leselust hat der 12-Jährige jetzt auch gewonnen. Vor Kurzem errang er den Titel als bester Vorleser des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Damit gehört er zu den 555 besten Vorlesern Deutschlands. Nun vertritt der Schüler der Brüder Grimm Gesamtschule in Bebra den Landkreis in der nächsten Runde beim Bezirkswettbewerb.

„Ich habe schon früh mit dem Lesen angefangen. Meine Mutter brachte es mir bei, da ging ich noch gar nicht in die Schule“, erinnert sich Adrian Abraham. Von Anfang an habe es ihm Spaß bereitet, mittlerweile scheue er sich auch nicht mehr vor 400 Seiten mit klein gedruckter Schrift und er habe sogar schon sein eigenes kleines Buchregal in seinem Kinderzimmer, das immer voller werde. Doch darin sei nicht nur Lektüre für Jugendliche. Nein. Fragt man Adrian, welches Buch er aktuell liest, dann antwortet er, als wäre es der normalste Lesestoff für einen Sechstklässler: „Ein Geschichtsbuch über den Zweiten Weltkrieg“.

Sein vielfältiges Interesse könnte auch ein Grund dafür sein, weshalb er in der Schule nicht nur beim Lesen und Schreiben im Deutschunterricht punkten kann. „Er ist ein Universaltalent und ist außerdem auch in mathematischen und wissenschaftlichen Fächern sehr gut, sowie im Sportunterricht“, erzählt sein Klassenlehrer André Hobert.

Die Etappen des Vorlesewettbewerbs führen von der Schule über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale, das am 21. Juni 2022 in Berlin stattfinden wird und bei dem Adrian natürlich gerne gewinnen würde. Um erst mal auf Bezirksebene teilzunehmen, musste er bis gestern einen Vorlesebeitrag aus einem neuen Buch aufzeichnen und ihn über das Video-Portal des Wettbewerbs hochladen, genau wie bei der vergangenen Runde auf Landkreisebene. Hierfür habe er sich eine spannende Passage aus dem 480 Seiten langen Fantasy-Buch „Die Jaguargöttin“ ausgesucht, um diese vorzulesen und möglichst bei der Jury zu überzeugen.

Seine Deutschlehrerin Martha Ay stand ihm hierbei zur Seite und ist voller Überzeugung, dass er auch auf Bezirksebene Chancen hat. „Das Besondere bei Adrian ist, dass er sehr flüssig lesen kann, auch schwierige Wörter, dabei authentisch bleibt und es nicht geschauspielert wirkt. Wenn er liest, dann kann man sich einfach sofort in die Stelle des Buches hineinversetzen“, sagt Ay. Stolz auf Adrian sind jedoch nicht nur seine Lehrer, sondern auch seine Eltern und Geschwister, wie er erzählt.

Zum Beruf machen möchte er sein Lesetalent – Stand jetzt – allerdings nicht. „Ich würde lieber Fußballer werden“, sagt Adrian. „Dabei könnte ich mir bei ihm durchaus eine Hörbuchkarriere vorstellen“, fügt Lehrerin Ay schmunzelnd hinzu.

Von Carolin Eberth

Auch interessant

Kommentare