Baustellenarbeiten liegen im Zeitplan

Ostern wird B83-Brücke zwischen Bebra und Lispenhausen abgerissen

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Bleibt voraussichtlich bis Ende 2020 eine Baustelle: Der Blick aus Lispenhausen auf die Brücke über die Bahnanlagen an der B 83, die am Osterwochenende abgerissen und neu gebaut werden soll. Derzeit laufen die Vorarbeiten.

Die Brücke über die Bahnanlagen an der B83 zwischen Bebra und Lispenhausen wird derzeit für den Abriss am langen Osterwochenende vorbereitet.

Laut Hessen Mobil laufen die Arbeiten – die dafür sorgen, dass der Verkehr für voraussichtlich zwei Jahre über eine aufwendig ausgebaute Umgehungsstraße im Bebraer Industriegebiet geleitet wird – nach Zeitplan.

Seit Januar wurden bereits der Fahrbahnbelag und die Abdichtung auf der Brücke abgetragen, heißt es von der Straßenbehörde. Zudem wurden vor und hinter der Brücke der Straßenbelag und der Straßenunterbau entfernt. Dort sollen die Baugruben für den Abbruch und Rückbau sowie für den Brückenneubau entstehen.

Ende vergangener Woche wurden mit den Widerlagern – massiven Betonblöcken links und rechts, die den Übergang zwischen Brücke und Erddamm herstellen – das Brückenfundament freigelegt. Auftragnehmer für die Vorbereitungsarbeiten sind die Bebraer Unternehmen Himmel und Papesch sowie Gerdum und Breuer. Bis Ende April ist noch viel zu tun: Die Verlegung von Versorgungsleitungen durch die Stadtwerke muss vorbereitet werden. Weil die Oberleitungen der Bahn an der Brückenunterseite verlaufen, müssen neue Masten gesetzt und die Fahrdrähte umgelegt werden. Auch die Lichtsignaltechnik und der Kabeltiefbau sind betroffen und müssen umgebaut werden.

Großprojekt für fast zwölf Millionen Euro

Bis Ende 2020 soll die mehr als 50 Jahre alte Brücke über die Bahnlinie komplett abgerissen und neu gebaut werden. Der Grund: Der beim Bau der Brücke in den 60er-Jahren verwendete Spannstahl, der den Beton zusammenpresst, neige zur Korrosion, heißt es von Hessen Mobil. 

Bei Untersuchungen im Vorfeld des Brückenneubaus im Mai 2017 mit Bohrung in bis zu 45 Metern Tiefe war zudem festgestellt worden, dass die Tragfestigkeit des Untergrunds einen Neubau aufwendiger macht. Die Kosten des Großprojektes, etwa 11,9 Millionen Euro, tragen die DB Netz AG und die Bundesstraßenbauverwaltung.

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