Modellbau-Börse

„Lokangebote“ für Modellbau-Fans bei Börse in Bebra

Ein interessierter Besucher stöbert an einem Verkaufstisch auf der Modellbahn-Börse im Bebraer Lokschuppen.
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Stöbern und Schnäppchen jagen gehört zum Reiz der Modellbahn-Börse im Lokschuppen dazu.

Im Bebraer Lokschuppen hat wieder eine Modellbahn-Börse stattgefunden. Es waren 20 Aussteller vor Ort und die Besucher kamen zum stöbern, fachsimpeln und Schnäppchen machen.

Bebra – Wer mit Blick auf Weihnachten sich und seiner Modellbahnanlage eine Freude machen oder sich einfach mal ein neues Fahrzeug im Miniformat leisten wollte, war am Sonntag bei der Modellbahn- und Modellauto-Börse im Lokschuppen in Bebra bestens aufgehoben.

Jens und Sylvia Berndt aus Eschwege hatten das Event einmal mehr organisiert, und es hatte sich eine ansehnliche Schlange gebildet, als die beiden bei Glockengeläut ins Paradies der Schätzchen und Schnäppchen, der Neuheiten, aber auch der ganz normalen Modellbausätze einluden. Die insgesamt rund 100 Gäste mussten sich einer Impfstatus-Kontrolle unterziehen, denn auch für die Börse galt im Lokschuppen die 2G-Regel.

Sowohl die etwa 30 Erstinteressierten, als auch alle anderen, die im Laufe des Tages vorbeischauten, konnten sich bei gut 20 Ausstellern orientieren. „Bei uns kann jeder einen Stand betreiben, ganz egal ob er als Händler, Privatmann oder Vereinsvertreter kommt“, erklärte Sylvia Berndt. „Das Publikum schätzt die ganz besondere Atmosphäre, dass man ein Gegenüber hat, dass man sich austauschen, fachsimpeln und hin und wieder auch mal ein bisschen feilschen kann.“

Rudolf Meiß war zum dritten Mal vor Ort. „Für meine Frau Edith und mich ist das ein schöner Sonntagsausflug“, sagte der Spur-N-Bahner aus Kaufungen, der von seinem Hobby schwärmte und schmunzelnd erklärte: „Meine an der Zeit der Epoche III orientierte Anlage wird wahrscheinlich nie fertig, aber das ist ja gerade das Schöne.“

Ein bisschen bedauerte er, dass das Bauen an sich in den Hintergrund rückt und dass relativ wenige junge Leute unterwegs waren. Er selbst hatte schon was gefunden: einen Pritschen-LKW von Wiking und Gleismaterial. Und es war ja noch nicht aller Tage Abend.

Corona hat die Modellbahn-Szene beeinträchtigt

Auch nicht für André Wagner aus Ellrich – früher bekannt als DDR-Grenzbahnhof. Wagner hat „direkt am Zaun“ gewohnt, mit Blick auf die „Beschaubrücke“. Inzwischen ist der 44-Jährige, der natürlich mit der Bahn angereist ist, in einem Supermarkt tätig und sein Hobby-Eisenbahner-Sein ist für ihn Ausgleich fürs Brot-und-Brötchen-Aufbacken und Ware-Einräumen.

Seine Freude über ein funkelnagelneues Exemplar der frisch auf den Markt gekommenen 01.5 von Roco ist groß – passenderweise hängen im Bebraer Lokschuppen riesige Fotos von eben dieser letzten Interzonenzug-Dampflok.

Lutz Schmöle aus Bad Salzungen sucht ganz bestimmte Bauplatten, und außerdem muss er, der eine Bikercap vom 1993-er Harley-Davidson-Treffen in Sturgis / South Dakota trägt, einfach „mal was anderes sehen“. Was Hans-Jürgen Lotzgeselle aus Söhrewald freut, der seine Sammlung auflösen will und der deshalb jede Menge Eisenbahnmodelle im Angebot hat.

Mit Ehefrau Ulrike und Hütehund Csoki steht er hinter fünf Tischen, auf denen rund 200 Modelle liegen. „Die Schätzchen gehen als erstes weg, aber keiner sollte denken, dass man viel dabei verdient.“ Händler Christian Zimmermann aus Dortmund sagt, dass Corona die Szene stark beeinträchtigt.

„Viele Leute kaufen jetzt übers Internet, obwohl sie gar nichts sehen und fühlen können, und obwohl wir gar nicht teurer sind. Auf einer Messe, auf der man auswählen und ohne Verpackungsmüll und Portokosten einkaufen kann, ist es doch viel schöner.“ (Wilfried Apel)

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