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Lukas Merlin Müller ist der neue Förster des Reviers Bebra

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Von: Carolin Eberth

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Lukas Merlin Müller, neuer Revierförster in Bebra, will den Wald nun wieder aufforsten. Sein Dackel Odin wird dabei oft an seiner Seite sein.
Lukas Merlin Müller, neuer Revierförster in Bebra, will den Wald nun wieder aufforsten. Sein Dackel Odin wird dabei oft an seiner Seite sein. © carolin eberth

Lukas Merlin Müller übernimmt die Stelle von Michael Herzog: Der 27-Jährige ist der neue Förster des Reviers Bebra.

Bebra – In stürmischen Zeiten für den Wald hat jüngst die Leitung der Revierförsterei Bebra gewechselt: Der 27-jährige Lukas Merlin Müller folgt auf Michael Herzog, der sich nach 17 Jahren Revierleitung dazu entschieden hat, die neu eingerichtete Stelle „Funktionsbediensteter Naturschutz“ im Forstamt Rotenburg anzutreten.

Ursprünglich stammt Müller aus einem ganz kleinen Dorf bei Potsdam, „das mehr Pferde als Einwohner hat“, erzählt der neue Förster mit einem Schmunzeln im Gesicht. Aufgewachsen auf einem Reiterhof, stand er schon seit Kindheitstagen mit dem Wald in enger Verbindung. „Mein Vater, meine Mutter und auch mein Onkel sind alles Förster. Da war es bei mir auch recht schnell klar, was ich nach der Schule beruflich machen möchte“, sagt Müller.

Der neue Revierförster steht vor einer echten Mammutaufgabe

Nach dem Forststudium in Dresden absolvierte er seinen einjährigen Vorbereitungsdienst – das Anwärterjahr – in Darmstadt und lernte dort die schönen Hessischen Wälder kennen und lieben. Anschließend arbeitete er knapp zwei Jahre als Betriebsassistent in Fulda. „Dort konnte ich dann meine ersten Erfahrungen sammeln, da ich in dieser Zeit zwei Reviere kommissarisch leiten durfte“, erzählt Müller.

Nun steht der neue Revierförster vor einer echten Mammutaufgabe. Denn in den vergangenen Jahren hat sich das Bild des 1800 Hektar großen Reviers Bebra dramatisch gewandelt: Riesige Kahlflächen, wo einst Fichten standen. Der Borkenkäfer, Stürme und Dürre haben ganze Arbeit geleistet. Die Zeit der Fichte scheint vorbei. Naturnahe Mischwälder sollen die Waldwende einläuten und dafür muss die Wiederaufforstung tatkräftig vorangetrieben werden.

„Doch damit ist es lange nicht getan. Danach müssen die Bäume schließlich auch gepflegt werden.“ Schwierig sei dabei, dass man in der Forstwirtschaft immer über einen Zeitraum von mehreren Generationen planen und dabei die kommenden Herausforderungen wie den Klimawandel stets im Blick behalten müsse. „Dazu kommt, dass nichts im Wald stetig ist, alles kann sich wieder verändern, durch beispielsweise Stürme oder Brände“, sagt Müller. Einige Ergebnisse seiner künftigen Arbeit werde er nicht mehr erleben. Denn mancher Baum wächst 200 Jahre lang.

Dackel Odin unterstützt den neuen Förster bei seiner Arbeit

Dennoch geht er zuversichtlich an seine Arbeit und die neuen Herausforderungen im Revier Bebra heran. Er freut sich bereits jetzt auf den Moment, wenn er in 40 Jahren durch die hochgewachsenen Kulturen laufen kann, wo heute lediglich Brombeeren und Farn wuchern.

Unterstützt wird er bei seiner Arbeit – neben seinen Forstkollegen – von Dackel Odin. „Bei allen Aufgaben leistet er mir Gesellschaft. Wenn er dabei sein kann, dann ist er glücklich.“

Vorgenommen hat sich Lukas Merlin Müller, dass er die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik vorantreiben möchte. (Carolin Eberth)

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