Comedy-Abend

Männerabend mit Frontfrau: Mirja Boes begeisterte in Weiterode

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Männerabend mit Frontfrau: Mirja Boes und ihre Band beim Auftritt in Ellis Saal in Weiterode.

Weiterode. Mirja Boes und die Honkey Donkeys begeisterten im ausverkauften „Ellis Saal“ in Weiterode mit unterhaltsamer Comedy, inhaltsreichen Songs und schrillen Kostümen.

Mit ihrem neuen Programm schlägt Mirja Boes einen anderen Weg ein. Die Unterstützung der sechs Vollblut-Musiker führte dazu, dass sich der Schwerpunkt der Show auf die musikalischen Darbietungen verlagerte. 

Diese waren die Höhepunkte des Auftritts. Songs über die typischen Verhaltensweisen von Männern und Frauen, über die Ehe, über Mädchenherzen, die oft nicht zu verstehen sind, und über Spaßbremsen mit ABS überzeugten nicht nur durch die lustigen Texte, sondern auch durch die professionelle Livemusik der Band, die mit Bass und Gitarre, Trompete und Saxofon, Keyboard und Schlagzeug besetzt war.

Mirja Boes widmete sich intensiv dem Publikum. Dies führte zu viel Vergnügen, haltlosem Gelächter und frenetischem Applaus im Saal.

Die Themen waren für alle leicht nachvollziehbar, denn es ging um den Alltag und die Herausforderungen, vor die er uns doch oft stellt.

Hass auf Indoor-Spieleparks, die nach Schweißfüßen riechen

So erzählte sie zum Beispiel vor dem Erfahrungshintergrund einer „liebenden“ Mutter über die Besuche von sogenannten Spieleparadiesen. 

„Ich hasse diese Indoor-Spieleparks“, sagte sie ehrlich. „Es ist laut und stinkt nach Schweißfüßen.“ Auch aus dem Zustand ihres Kellers machte sie kein Geheimnis. Vielmehr bezeichnete sie ihn als Museum für sinnlose Dinge mit einer Dauerausstellung für Haushaltsgeräte.

Mirja Boes war wie immer nicht zimperlich. Dabei versicherte sie, im Zuge ihres neuen Programms netter mit den Männern umgehen zu wollen. 

Als Beweis dafür stellte sie die Show als Männerabend vor. Was braucht man dafür? Bier, Grillfleisch, W-LAN. Aus dem Publikum rief es: „Frauen“. „Das ist ein Männerabend. Wofür braucht es dann Frauen?“, Mirja Boes ließ keinen Kommentar der Zuschauer unbeantwortet. 

„Fremde Frauen.“ Aha.

Im Anschluss widmete sich Mirja Boes ihren Fans, schrieb Autogramme, verkaufte T-Shirts, beantwortete Fragen und ließ sich in verschiedensten Konstellationen fotografieren. Ein Star zum Anfassen.

Während Mirja Boes im Rampenlicht stand und ihre Fans mit ihren Witzen unterhielt, spielten die Jungs der Band im Hintergrund Karten. Lange ließ sie sich das nicht gefallen. 

Einer nach dem anderen musste etwas vortanzen oder vorsingen. Dabei gab es keine Gnade, auch wenn sich die gestandenen Männer komplett lächerlich machten.

Nach dem Motto des Programms „Für Geld tun wir alles“ machten die Jungs alles mit. Und so stolperten und hüpften sie mit schrillen Verkleidungen über die Bühne – als Banane, als Plüsch-Einhorn, Primaballerina und einer als Spielzeug-Ritter. 

Mirja verriet, dass sie alles machen, was das Publikum von ihnen verlangt. „Sie müssen noch Schulden abbezahlen.“

Von Mirja Boes bestätigt: Heino ist ein echter Mensch

Es folgte die Geschichte vom Sommerfest der Volksmusik. Da habe einer der Musiker Nana Mouskouri aus Versehen mit einem Wasserball die Brille aus dem Gesicht geflankt. Und die sei teuer gewesen. 

Trotzdem sei es schön gewesen. „Das machen wir auf jeden Fall mal wieder“, sagte die Entertainerin. Das sei dort alles so interessant gewesen. „Übrigens, Heino und seine Hannelore sind echte Menschen.“

Eine Aufführung voller Überraschungen, Wortwitz und intelligenter Inhalte wurde vom begeisterten Publikum mit lang anhaltendem Applaus belohnt. 

Als Zugabe präsentierten Mirja und die Honkey Donkeys das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ in verschiedenen Musikstilen - Hip Hop, Schlager, Oper, Reggae, Soul und Heavy Metal.

Von Alexandra Koch

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