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Maffay Pur im Lokschuppen: Tribute-Band spielte am Samstagabend in Bebra

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Von: Wilfried Apel

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Zeitlose Ohrwürmer möglichst nah am Original hat die Coverband Maffay Pur am Samstagabend im Lokschuppen präsentiert.
Zeitlose Ohrwürmer möglichst nah am Original hat die Coverband Maffay Pur am Samstagabend im Lokschuppen präsentiert. © Wilfried Apel

Zeitlose Ohrwürmer möglichst nah am Original hat die Coverband Maffay Pur am Samstagabend im Lokschuppen präsentiert.

Bebra – Mitreißend und für die meisten aus dem Auditorium, das nach langer Pause wieder etwas näher beieinander im Lokschuppen sitzen durfte, einfach nur große Klasse war der Auftritt der Tribute-Band Maffay Pur, der Sänger Peter Maffay am vergangenen Samstagabend gut zweieinhalb Stunden lang huldigte.

Nicht nur mit dem Lied „Samstagabend“, sondern mit „Songs für die Ewigkeit“. Auf die freuten sich etwa Frank und Tina Schneider aus Königswald, die mit Joachim und Margarethe Küch aus Königswald und deren Freundin Rita Vockenroth aus Spangenberg an Tisch 13 saßen. „Wir haben Peter Maffay schon einige Male live erlebt, und wir wollen mal hören, wie nah ran die Jungs kommen“, erklären die fünf Fans erwartungsvoll.

Sie werden nicht enttäuscht, denn schon bald legen die acht Vollblutmusiker den kraftvollen, typischen Peter-Maffay-Sound an den Tag. Mit „Sommer in der Nacht“ gehen sie in die Vollen, und es dauert auch nicht lange, bis der Keyboarder Achim Brochhausen das Publikum zum Mitklatschen auffordert. Rita Vockenroth fühlt sich zum Mittanzen animiert und strahlt über das ganze Gesicht.

Eine Fotostrecke zum Maffay-Abend finden sie hier.

Mag sein, dass sie wie viele andere ein schönes Bild vor Augen hat, als der Sänger Wolfgang Terne mit der von Peter Maffay bekannten Sprachfärbung schmachtet: „Nie war ich tiefer, nie tiefer, tiefer bei dir“, und am Ende noch ein ganz langes, von verspielten Gitarrenklängen umrahmtes „Baby“ hinhaucht.

Kurz darauf stellt der Lead-Sänger die Bandmitglieder vor. Man glaubt es kaum, dass der Bassist Mael Brunner und der Gitarrist Jonas Brochhausen zur Gruppe gehören, die zwei sympathischen Rheinländer, die am Freitagabend mit ihrem Song „I Swear to God“ haarscharf an der Teilnahme am ESC (Eurovision Song Contest) vorbeigeschrammt sind. Sie sind gerade mal Twens, und sie wissen nur aus der Musikgeschichte, was los war, als Peter Maffay 1976 vom 16-Jährigen gesungen hat, der die 31-Jährige traf und mit ihr zusammen den Sommer erlebte.

Das gut mittelalterliche Publikum hat das noch eher vor Augen und singt begeistert mit. Natürlich auch bei „Eiszeit“, dem vor 40 Jahren entstandenen, hochaktuellen Song, den die Musiker „den Menschen in der Ukraine, die versuchen, die Werte unserer Welt zu retten“ widmen.

In der Pause verraten die aus Unterhaun angereisten, vom ganzen Lokschuppen-Programm schwer beeindruckten, 69 Jahre jungen Eheleute Edeltraud und Kurt Loebner, dass sie sich bei Maffays Schmusesong „Du“ kennengelernt haben. Natürlich werden sie wenig später mit eben diesem, von Peter Orloff komponierten Titel beglückt, aber auch mit „Freiheit, die ich meine“ und mit dem Klanggemälde „Halleluja“, das den Lokschuppen bis unter die Decke erfüllt und fast eine Kirche aus ihm macht.

Jede Menge Gefühl legen die Maffay-Puristen auch in den „mit großem Trommelwirbel“ ausklingenden Tabaluga-Song „Ich wollte nie erwachsen sein“, den Lieblingssong von Frank Schneider.

Marco Börner aus Iba ruft als Erster „Zugabe“. Weil zumindest ein Zahnarzt anwesend ist, wie der Fast-Maffay-Sänger Terne scherzt, spielen und singen die Musiker „Über sieben Brücken musst du gehen“ und kassieren dafür stehende Ovationen und nicht enden wollenden Applaus. (Wilfried Apel)

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