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Marcel Voth von Strabag in Bebra ist Hessens bester Straßenbauer

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Von: Carolin Eberth

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Marcel Voth beim Pflastern in einer Halle der Firma Strabag in Bebra.
Sauber abgeliefert hat Marcel Voth aus Kerspenhausen bei seiner Ausbildung als Straßenbauer bei Strabag in Bebra. Dafür wurde er von der Industrie- und Handelskammer geehrt. © Carolin Eberth

Marcel Voth wurde von der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg zu Hessens bestem Straßenbauer ausgezeichnet. Seine Ausbildung hat er bei Strabag in Bebra absolviert.

Bebra – Das unglaubliche Gefühl, später über Straßen zu fahren und zu laufen, die man selbst gebaut hat, war nur einer von vielen Gründen, die Marcel Voth (24) aus Kerspenhausen während seiner Ausbildung als Straßenbauer motiviert haben. Und ihn schließlich zu überaus guten Abschlussergebnissen gebracht haben: Die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg ehrte Voth kürzlich zum besten Straßenbauer in ganz Hessen.

2018 begann er seine Ausbildung bei Strabag in Bebra mit weiteren 18 Straßenbau-Azubis. Vom Mauern und Vermessung über Tief- und Kanalbau bis hin zu Erdbauarbeiten und Straßenbau erlernte Voth alles, was er später können muss.

Dass er für einige Arbeiten gut rechnen können muss, um beispielsweise genaue Mengenangaben zu kalkulieren, sei für ihn kein Problem gewesen. „Natürlich musste ich auch viel für die Prüfungen lernen, aber unsere Ausbilder haben uns dabei immer unterstützt und schließlich muss man seine Chance auch nutzen“, sagt der 24-Jährige über seine Zeit als Auszubildender.

Neben einem guten technischen Verständnis sei es besonders wichtig, dass man auch Interesse für die Fächer und den Beruf hat. „Sonst hätte ich auch nicht so gut abschneiden können.“

 Trotz der körperlich harten Arbeit bei Wind und Wetter hegt Marcel Voth schon lange den Wunsch, auf dem Bau zu arbeiten. „Ich erinnere mich, dass wir in Kerspenhausen vor einigen Jahren eine Baustelle im Ort hatten. Ich bin jeden Tag dort entlang gegangen und habe mir die Fortschritte der Arbeiten angeschaut.

Das hat mich fasziniert“, sagt Marcel Voth. Noch heute motiviere es ihn, dass er täglich die Weiterentwicklung und das Getane auf der Baustelle sehen kann. „Und die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist toll. Man kann die Aufträge nur zusammen schaffen, alleine geht das oft nicht.“

Bei seiner Abschlussprüfung war Marcel Voth dann ganz alleine auf sich gestellt und musste sein Können präsentieren. In weniger als sechseinhalb Stunden musste er einen Gehweg mit einer Kurve bauen. Dabei sollte der Prüfling zeigen, dass er den Arbeitsablauf selbstständig planen, Zusammenhänge erkennen, das Ergebnis kontrollieren sowie Sicherheitsmaßnahmen ergreifen kann – das hat er bewiesen: mit einer sehr guten Benotung.

Mittlerweile arbeitet Voth, der seine Ausbildung im vergangenen Jahr beendete, als Facharbeiter Straßenbau für Strabag auf der A 49 bei Schwalmstadt. Dort mache er aktuell überwiegend Kanalbau, einer seiner liebsten Aufgaben, wie er erzählt. „Es gab bislang keinen Tag, an dem ich nicht gerne zur Arbeit gefahren bin. Für mich gibt es nichts Schöneres, als draußen auf dem Bau zu sein“, sagt der Straßenbauer, der in Zukunft auch noch seinen Meister absolvieren möchte.

In seiner Freizeit geht der Straßenbauer angeln, schwimmen und fährt leidenschaftlich gerne Motorrad. „Und natürlich baue ich auch, wenn ich frei habe. Bei Freunden und Bekannten ist man eben ein gefragter Mann, wenn man Straßenbauer ist.“ (Carolin Eberth)

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