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Nena, Maffay und Westernhagen: X-Mas-Show im Lokschuppen Bebra begeisterte die Gäste

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Von: Wilfried Apel

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Begeisterten am 2. Weihnachtstag mit ihrer vierstündigen, immer wieder neu mitreißenden Christmas-Show: Andreas Engel als Peter Maffay, Simone Bartel alias Lena als Nena und Andreas Weitersagen als der große Marius Müller-Westernhagen.
Begeisterten am 2. Weihnachtstag mit ihrer vierstündigen, immer wieder neu mitreißenden Christmas-Show: Andreas Engel als Peter Maffay, Simone Bartel alias Lena als Nena und Andreas Weitersagen als der große Marius Müller-Westernhagen. © Apel, Wilfried

Im Lokschuppen war kaum noch ein Platz frei.

Bebra – Von der ersten Sekunde an waren alle gut drauf. Die Fans ebenso wie die Stars, die alles gaben, die sich immer wieder von der hervorragenden Stimmung anstecken ließen und das Publikum begeisterten: Andreas Weitersagen und seine siebenköpfige Band, Simone Bartel alias Lena als Nena, Andreas Engel als Peter Maffay. Zusammen zelebrierten, ja lebten sie eine sensationelle Christmas-Show, die wohl eines der Highlights des Jahres im Lokschuppen war.

Zurückzuführen ist das Ganze darauf, dass Lokschuppen-Chef Matthias Bähr und Andreas Weitersagen schon zu Bährs Berliner Zeiten im siebten Stock des KaDeWe das eine oder andere Budweiser tranken und Pläne schmiedeten, die sich nach Weitersagens erstem Bebraer Auftritt konkretisierten. Das Ergebnis: Beim zweiten Auftritt am 2. Weihnachtstag waren der authentisch und wie ein zweiter Peter Maffay herüberkommende Andreas Engel und die wie das Alter Ego von Nena über die Bühne wirbelnde Lena mit von der Partie. Nächstes Jahr soll es leicht abgewandelt weitergehen.

Engel nahm das Publikum sofort mit: Nach einem wohldosierten Sonne-in-der-Nacht-Intro verzauberte er unter anderem mit „Du“, „Und es war Sommer“, „Ich wollte nie erwachsen sein“, „Eiszeit“, „Über sieben Brücken musst du geh’n“ und zum Abschluss mit der Ballade „Weil es dich gibt“, die er seiner Freundin Nicole widmete. Die hatte er zuvor schon mit der vom Publikum gefeierten Überreichung eines (Verlobungs?-)Rings überrascht.

Bei Simone Bartel als Lena als Nena ging es nicht ganz so dramatisch zu. Dafür etwas wilder, denn die sympathische junge Dame bewegte sich wie die deutsche Pop-Ikone, sie tanzte wie sie und sie sang auch wie sie. Dem Original zum Verwechseln ähnlich und von den Weiteröder Freundinnen und Nena-Fans Ina Koch und Nicole Stutzmann ausdauernd gefeiert: „Lena ist wirklich super!“ Das sahen wohl alle so, denn beim Nena-Knaller „Wunder gescheh’n“ leuchtete im Lokschuppen jedes verfügbare Handy auf. Lenas Auftritt war alles andere als „Nur geträumt“, es war ein wahrer „Leuchtturm“.

Bei Weitersagens Band ist jeder ein Könner: von links Gitarrist und Pfarrer Christian Rämisch, Gitarrist, Sänger und Kopf des Ganzen Andreas Weitersagen, Saxophonist Johannes Köppen, Sängerin Nicole Lewik, Schlagzeuger Tom Gehrke, Gitarrist Mazze Wiesner, Keyboarder Klaus Sedl und Bassist Stuart Kemp.
Bei Weitersagens Band ist jeder ein Könner: von links Gitarrist und Pfarrer Christian Rämisch, Gitarrist, Sänger und Kopf des Ganzen Andreas Weitersagen, Saxophonist Johannes Köppen, Sängerin Nicole Lewik, Schlagzeuger Tom Gehrke, Gitarrist Mazze Wiesner, Keyboarder Klaus Sedl und Bassist Stuart Kemp. © Wilfried Apel

Ganz anders, aber eben auch als „Bank“, gestaltete sich die Show des Marius-Müller-Westernhagen-Doubles Andreas Weitersagen. Mit seinen sechs Instrumentalisten und seiner kongenialen Sängerin Nicole Lewik begeisterte er so sehr, dass der fast 80-jährige Horst Scholz, ein bekennender MMW-Fan, sagte: „Der ist noch besser als das Original!“ Total-Vocal-Sänger Hajo Schweitzer urteilte: „Der Mann kann alles. Das ist einfach nur sensationell, was der leistet, das ist ganz großes Kino!“ Weitersagen merkte man in jedem Moment an, dass ihm seine Rolle Spaß macht, dass er mit ihr, mit MMW, von A bis Z verwoben ist. Von „Es geht mir gut“ bis zur Wende-Hymne „Freiheit“, von „Rosi“ bis „Sexy“, von der Zugabe „Fertig“ bis zur Zugabe „Auf ner einsamen Insel“, mit der die Show nach vier Stunden ihr Ende fand. (Wilfried Apel)

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