Ausbildungsmesse

Mehr als 300 Schüler informierten sich in Bebra über Bauberufe

+
Vielleicht doch lieber Meister statt Master? Heba Alhajyounes mit Christian Rauth von Gleisbauer GUT am Steuer eines tonnenschweren Zweiwegebaggers. 

Mehr als 300 Schüler nutzten am Freitag die Gelegenheit, bei der Ausbildungsmesse im Bildungszentrum Bau Osthessen in Bebra in verschiedene Bauberufe reinzuschnuppern.

Mehr als 300 Schüler von der Blumensteinschule Obersuhl sowie den Gesamtschulen aus Bebra und Niederaula hatten sich für einen Besuch angemeldet. Bei der dritten Ausbildungsmesse im Bildungszentrum Bau Osthessen in Bebra – Motto: „Mach dich schlau für den Bau“ – stellten sich zwei Gerätehersteller, acht Baubetriebe aus Bad Hersfeld, Bebra, Eiterfeld und Kirchheim sowie die Beruflichen Schulen und die Kreishandwerkerschaft vor.

Geübt posieren am Grader von links die Stutz-Auszubildenden Fabian Fischer, Daher Hassan, Gebar Temesgen und Kevin Kaldenbach.

„Viele haben von Haus aus keinen Bezug zum Bau“, so Mark Baumgardt, Obermeister der Bauhandwerks-Innung Hersfeld-Rotenburg. Die Messe sollte einen ersten, blitzlichtartigen Eindruck vermitteln – und dabei trotzdem einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Denn trotz guter Bezahlung und voller Auftragsbücher bleiben Stellen in der Branche unbesetzt, weil es keine passenden Auszubildenden gibt.

"Es wird nicht mehr nur mit der Schippe gearbeitet"

„Es wird nicht mehr nur mit der Schippe gearbeitet“, sagte Baumgardt, „die Technik hat längst Einzug gehalten“. Auch deshalb fuhren die Betriebe im Wortsinn groß auf und holten Fahrzeuge vom Planierer bis zum Zweiwegebagger aus dem Tagesbetrieb, um sie vor Ort zu präsentieren. Bei einigen konnten sich die Besucher hinters Steuer setzen.

Achtklässler aus Bebra testen ihre selbst gebaute hölzerne Brücke. Mädchen stellen sich dabei oft geschickter an als Jungs, hat Kerstin Schulze von Aussteller Himmel und Papesch über den Vormittag beobachtet. Mit einem Klick auf die Pfeile oben rechts ist das komplette Bild zu sehen.  

Spaß hatte Heba Alhajyounes beim Ausprobieren der tonnenschweren Maschinen schon. Beruflich zieht es die 17-Jährige, die in Bebra auf die Brüder-Grimm-Gesamtschule geht, dann aber doch eher in Richtung Medizin. Anders ist das bei Louis Stückradt: Der 13-Jährige interessiert sich für Baustellenarbeit – er ist sich nur noch nicht sicher, welcher Bereich ihm am besten gefällt.

Bisher ging die Ausbildungsmesse in Bebra über zwei Tage: einer für Schüler, einer für alle anderen Besucher. In diesem Jahr blieb es beim Freitag. „Wir wollten das Ganze etwas konzentrieren“, sagte Obermeister Mark Baumgardt, der am Vormittag neben den Schülern mit etwa 100 weiteren Besuchern rechnete.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.