Theatergruppe zeigte ihr Können

Mördersuche beim Krimidinner im Solzer Dorfgemeinschaftshaus

+
Dem Mörder auf der Spur waren die Schauspieler der Theatergruppe Solz beim Krimidinner „Jour Fixe mit dem Tod“ im Dorfgemeinschaftshaus Unser Bild zeigt – von links – Claudia Gilga , Verena Glapa, Lars Raabe, Christel Raabe, Birgit Göbel, Alexander Wagner, Peter Bikoni, Kati Hübschmann und Beate Roglin.

Dem Mörder auf der Spur waren die Schauspieler der Theatergruppe Solz bei ihrer Krimidinner-Inszenierung „Jour Fixe mit dem Tod“ im Solzer Dorfgemeinschaftshaus.

Wer ist der Mörder? – dieser Frage gingen die Schauspieler der Theatergruppe Solz in ihrem Dorfgemeinschaftshaus nach. Das war zugleich ein Treffen illustrer Gäste auf und vor der Bühne, das fröhlich begann, sich aber immer mehr durch Anschuldigungen und Verdächtigungen bis hin zu einem spannungsgeladenen Finale steigerte.

Da scherzte die Operndiva mit der Fotokünstlerin, flirtete der Lyriker mit der Liebesroman-Autorin, kam sich die Bildhauerin aber auch heftig mit der Öko-Performance-Aktivistin in die Haare. Am Schluss enttarnte sich der Täter selbst – oder war es doch eine Täterin?

Eingebunden in den Ablauf waren die Besucher. Sie durften mit ermitteln und auf einem Steckbrief den Bösewicht ankreuzen. Für den Sieger gab es einen Preis. In drei Spielpausen wurden leckere Speisen vom Tannenhof in Nentershausen serviert.

Das Spielgeschehen: Die exzentrische Bildhauerin Elouis St. Jaques (Beate Roglin) hat Gäste zu ihrem monatlichen „Jour Fixe“ (Treffen) auf ein englisches Schloss eingeladen: die Operndiva Andrea Cantucci (Verena Glapa), den Starregisseur Daniel Bach-Hauser (Lars Raabe), die große Filmschauspielerin Jana de Winter (Kati Hübschmann), den Sprachpoeten Jens Hallerstedt (Alexander Wagner), den Akt- und Naturmaler Ruben van Doom (Peter Bikoni), die Fotografin Annabelle Greystone (Claudia Gilga) und die Liebesroman-Autorin Mary-Jane Fairhurst (Birgit Göbel) sowie die Öko-Performance-Aktivistin Julietta Pasquale (Christel Raabe).

Alle waren mehr oder weniger Freunde des künstlich vom Leben zum Tode beförderten Millionärs Edgar de Mones, der ihnen aber nicht immer freundlich gesonnen war. So stellt sich die Frage: Wer hat was mit seinem Ableben zu tun? Durch das Abspielen von Audiodateien kommt der Verstorbene vor jeder Menüfolge noch einmal selbst zu Wort und steigert durch seine Ansagen an die Gäste die Spannung. Nach heftigen Diskussionen und je einer Vorstellungs-, Alibi- und Motivrunde endet das Krimidinner nach drei Stunden mit dem Geständnis. Den Besuchern hat’s gefallen. Sie belohnten die Akteure auf, vor und neben der Bühne am Samstagabend mit tosendem Applaus. Am heutigen Sonntagabend findet die zweite Aufführung statt.

Hintergrund: Ein halbes Jahr lang Proben

Klein aber fein war der Spielort der Theatergruppe Solz: das Dorfgemeinschaftshaus. An acht festlich gedeckten Tischen hatten je acht Personen ihren Zuschauerplatz. Für die Dekoration war das Team vom Tannenhof Nentershausen zuständig. Die Bühne hatte die Stadt Bebra aufgebaut. Tische, Stühle und weitere Möbelstücke stellte Wolf-Dietrich von Verschuer zur Verfügung. Beleuchter war Lars George aus Eisenach. Unterstützt wurde die Theatergruppe von Familienangehörigen der Schauspieler, Freunden, Bekannten und örtlichen Vereinen. Die Schauspieler selbst hatten sich ein halbes Jahr mit wöchentlichen Proben auf das Krimidinner vorbereitet, in den letzten zwei Wochen sogar mit täglichen Treffs. Das Bühnenbild ersteigerte die Theatergruppe im Internet – es musste von Lars Raabe aber in Duisburg abgeholt werden. Die Texte wurden nach der Vorlage von Autorin Henrietta Pazzo von den Schauspielern selbst entwickelt und zur Bühnenreife gebracht. Spielleiterin war Beate Roglin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.