MZV spricht von „unüberbrückbaren Differenzen“

Müllverband kündigt Geschäftsführer nach nicht mal einem Jahr

Der Deckel ist drauf: Der MZV hat seinen Geschäftsführer Sigmar Schäfer entlassen. Unser Archivbild zeigt den Südhessen an einer aufgeschnittenen Altpapiertonne auf dem Betriebsgelände in Bebra.
+
Der Deckel ist drauf: Der MZV hat seinen Geschäftsführer Sigmar Schäfer entlassen. Unser Archivbild zeigt den Südhessen auf dem Betriebsgelände in Bebra.

Der Müllabhol-Zweckverband Rotenburg (MZV) muss sich schon wieder einen neuen Geschäftsführer suchen. Der MZV hat das Arbeitsverhältnis mit Sigmar Schäfer zum 30. November gekündigt.

Bebra – Das teilt der Verband auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Der Südhesse Schäfer hatte erst Anfang des Jahres die Nachfolge des langjährigen Geschäftsführers Bernhard Skolik angetreten, der sich in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Als Grund für das schnelle Aus von Schäfer nannte der Verbandsvorsitzende Hartmut Grünewald „unüberbrückbare Differenzen“. Es sei nicht gelungen, ein Vertrauensverhältnis zwischen Vorstand und Geschäftsführung aufzubauen. Mit Hinweis auf ein „angekündigtes Klageverfahren“ bat der Verbandsvorsitzende um Verständnis, dass er zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben machen könne. Grünewald selbst übernimmt vorerst kommissarisch die Geschäfte.

Stelle soll „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ neu besetzt werden

In Schäfers Amtszeit fiel auch die lange Zeit unmöglich scheinende Annäherung zwischen dem MZV und dem zweiten Müllverband im Kreis, dem Abfallwirtschafts-Zweckverband (AZV). Nach jahrelangen Streitigkeiten hatten beide Verbände im September eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung unterzeichnet, die Grundlage für eine engere und transparentere Zusammenarbeit sein soll. Beide Verbandsvorsitzenden hatten sich damals bei beiden Geschäftsführern Sigmar Schäfer und Jörg Goßmann (AZV) bedankt, die maßgeblich den Weg für die Annäherung geebnet hätten.

Nun hat der MZV, der für die Abfalleinsammlung in Bebra, Ronshausen und Rotenburg zuständig ist, die freigewordene Stelle „zum frühestmöglichen Zeitpunkt“ neu ausgeschrieben. (Sebastian Schaffner)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.