Fragen und Antworten zum Bauprojekt

Neue Brücke in Blankenheim soll Ende Oktober fertig sein

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Knapp zwanzig Meter auseinander: Der Blick von der Fuldabrücke in Blankenheim auf die Baustelle für den Neubau. Die Gruben für die beiden Brückenpfeiler sowie die Brückenlager sind bereits zu sehen.

Nach der Winterpause geht es seit vergangener Woche weiter beim Bau der neuen Fuldabrücke in Blankenheim.

Seit Langem ist das marode Bauwerk vor allem Landwirten ein Dorn im Auge, die es mit ihren schweren Gefährten nicht überqueren dürfen.

Fragen und Antworten zum Projekt.

Was kosten Brückenabriss und Neubau?

Im Juli war bekannt geworden, dass die Brückenarbeiten um 650 000 Euro teurer werden. Derzeit rechnet das Bebraer Bauamt mit Kosten in Höhe von 3,38 Millionen Euro. Das Land Hessen fördert den Neubau bisher mit 1,3 Millionen Euro, das Amt für Bodenmanagement und Hessen Mobil kombinieren dafür in einem Pilotprojekt ihre Förderprogramme. Ob die Förderung sich auch auf die Kostensteigerung aus dem Juli erstreckt, ist noch nicht entschieden, sagt Bebras Bauamtsleiter Patrick Schuster. In diesem Fall müsste die Stadt immer noch rund 1,73 Millionen Euro zahlen.

Wann soll die Brücke fertig sein?

Vertraglich festgelegt ist eine Übergabe des fertigen Neubaus am 30. Oktober. Am Bau beteiligt sind die Giebel Hoch- und Tiefbau AG aus Eiterfeld für den Brückenbau sowie die Bebraer Firma Helmut Beisheim für vorbereitende Maßnahmen wie die benötigten Flutrinnen und die Rodung. Erste Vorbereitungen für den Brückenneubau wurden bereits im Februar 2019 getroffen, ab Ende August wurde die Baustraße angelegt und auf Dorf- und Sportplatzseite mit ersten Arbeiten für den Brückenneubau begonnen.

Hindernis Hochwasser: Manuel Schneider vom Subunternehmer Grundbau aus Kaufbeuren (Bayern) passt Träger für einen Spundwandkasten an. Die Absicherung soll dafür sorgen, dass die Gruben für die Brückenpfeiler nicht volllaufen, wenn die Fulda viel Wasser führt.

Was passiert mit der alten Brücke?

Sie wird abgerissen. Ein Termin dafür steht nicht fest, die Aufträge müssen noch ausgeschrieben und vergeben werden. Bei der Entscheidung zwischen Sanierung, Umbau oder Neubau mit Abriss der bisherigen Brücke hatte sich der Neubau als die zukunftsfähigste, wenn allerdings auch teuerste Variante herausgestellt.

Die neue Brücke ist für eine Belastung von 50 Tonnen ausgelegt – und damit teuer. Liegt das am landwirtschaftlichen Verkehr?

Die Nutzung durch Landwirte ist nicht allein ausschlaggebend für die Bemessung der Belastung, sagt der Bauamtsleiter. In Deutschland regele das eine Norm, bei der Brücken in Verkehrskategorien sowie Verkehrslasten eingeteilt werden. Für die Berechnung wird die Achslast zugrunde gelegt. Die Nutzungsart – und somit auch der landwirtschaftliche Verkehr – sei aber bei der Breite der Brücke (5,50 Meter von Geländer zu Geländer) ausschlaggebend. Die Brücke wird einspurig geplant.

Wie lang soll die neue Brücke halten?

Das Bundesamt für Straßenwesen bemisst die Lebensdauer von Brücken laut Schuster mit 80 bis 100 Jahren. Die Lebensdauer hängt etwa von der Belastung (Fahrzeugverkehr), aber auch den Witterungseinflüssen sowie Chlorideinwirkung wie Tausalz ab.

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