Info-Abend

Neue Dorferneuerung: Startschuss für Entwicklungskonzept in Bebra

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Stellvertreter: In allen elf Bebraer Stadtteilen kann es Ikek-Projekte geben, unser Foto zeigt Gilfershausen.  

Bebra. Mit Beginn dieses Jahres können erste Ikek-Projektanträge gestellt werden. Diese neue Dorferneuerung zielt auf ganze Städte und Gemeinden statt einzelne Dörfer.  

Ikek ist die neue Dorferneuerung (siehe Hintergrund unten) und die Abkürzung für das „Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept“. Dieses Konzept ist von der Stadt Bebra fertiggestellt und von Landesseite, vertreten durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) und den Fachdienst für den ländlichen Raum des Landkreises, bestätigt worden.

Am Donnerstag, 18. Januar, findet ab 19 Uhr in der Aula der Beruflichen Schulen Bebra (Auestraße 30) der öffentliche Abschluss der Konzeptphase und gleichzeitig der Startschuss zur Umsetzung statt. So wird das Planungsbüro proloco/regioTrend und plusConcept zusammen mit den Teams die Startprojekte kurz vorstellen. Ziel ist es auch, Menschen zu finden, die an der Umsetzung mitarbeiten wollen.

Die Projekte

Projekte sind zum Beispiel die Belebung der Stadtteile durch bessere Gestaltung (multifunktionale Nutzbarkeit) von Treffpunkten/Dorfgemeinschaftshäusern und dezentraler Kultur- oder Bildungsangebote wie etwa der Volkshochschule. Es gibt die Idee eines Wohn- und Betreuungsangebots in Asmushausen für Ältere – zusammen mit den umliegenden Stadtteilen. Zudem gibt es Überlegungen, Wohnungen in den Stadtteilen, die vermietet werden können, künftig verstärkt am Markt zu präsentieren. Im Handlungsfeld Tourismus und Natur gibt es Ideen zu Radwegeverbindungen, Elektromobilität, Nahmobilität und für Kultur- und Landschaftspflege im Verbund.

Auf der Veranstaltung haben die Bürger die Gelegenheit, Einblick in das etwas sperrig daherkommende „Ikek“ zu erhalten. Ansprechpersonen und erste Interessierte für die Startprojekte gibt es bereits, weitere Bürger sind jedoch aufgerufen, sich einzubringen.

Das Programm

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch Bürgermeister Uwe Hassl folgt die Kurzvorstellung „städtebaulicher Fachbeitrag“ und Ergebnisse des Ikek. Danach geht es weiter mit ein paar Worten vom Amt für den ländlichen Raum und Interviews mit den Vertretern der Startprojekte und dem Leitbild, an dem sich die Projekte orientieren.

Kernfragen der Veranstaltung werden sein:

• Welche gesamtkommunalen Projekte sollen in den nächsten drei Jahren im Zuge der Dorfentwicklung in den elf Stadtteilen umgesetzt werden?

• Welche Themen in den Handlungsfeldern sind am wichtigsten, um Bebra für die Zukunft gut aufzustellen?

• Welches sind die wichtigsten Projekte in den drei Handlungsfeldern „Soziale Infrastrukturen/Miteinander“, „Siedlungs- und Ortsinnenentwicklung, Plätze und Versorgung“ sowie „Tourismus, Landschaft und Natur“?

Künftige Arbeitsstrukturen und die Verteilung des Fördergelds sind ebenfalls Themen der Veranstaltung am Donnerstag. Das Planungsteam aus Dr. Michael Glatthaar, Kirsten Steimel, Raphael Schucht und Karl-Dieter Schnarr bedankt sich schon jetzt für das Engagement der Projektteams und freut sich auf eine erfolgreiche Umsetzung der Projekte.

Hintergrund: Ikek 

Die sinkende Einwohnerzahl stellt ländliche Gebiete vor große Herausforderungen. Das neue Dorfentwicklungsprogramm Ikek fördert Strategien, mit denen die Probleme bewältigt werden können und ländliche Gebiete unterstützt werden. Gefördert werden Investitionen in Gebäude, soziale und kulturelle Projekte. Ortskerne sollen gestärkt werden, damit das bau- und kulturgeschichtliche Erbe und der Charakter der hessischen Dörfer erhalten bleiben. Beim Ikek – dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept – geht es um die Stadt/Gemeinde als Ganzes, nicht nur um ein einzelnes Dorf, wie beim Vorgänger, dem Dorferneuerungsprogramm.

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