Neuer Verein

„Bürger Forum Bebra“ will 2016 stärkste Kraft im Parlament werden

Hat viele Ideen für Bebra: Horst Lucht, Vorsitzender des Vereins Bürger Forum Bebra, hier ohne den erkrankten Stellvertreter Heiko Licht. Vieles, wie das „be!“ sei in Bebra gut gemacht, sagt Lucht, aber es ließe sich auch noch manches verbessern.

Bebra. Ein neuer Verein sorgt in Bebra für Gesprächsstoff: Eine Gruppe von sieben Bebranern hat Mitte Februar das „Bürger Forum Bebra" gegründet.

Ziel ist es, bei der Kommunalwahl 2016 stärkste Kraft im Parlament zu werden.

Vorsitzender Horst Lucht erläuterte, warum er und seine Mitstreiter, darunter der zweite Vorsitzende Heiko Licht, das Forum für notwendig erachten.

Der neue Verein werde abwertend als Bürgermeister-Partei bezeichnet, sagte Lucht. Er stellte klar, dass man dem Bürgermeister nahe stehe, viele seiner Ideen und Ansätze gut finde, aber nicht die Partei des Bürgermeisters sein werde. Die Gruppe der sieben Gründungsmitglieder vermisse vielmehr ehrliche und transparente Politik in Bebra. „Uns geht es darum, dass die Bürger wissen, was passiert.“ Es gebe Absprachen der Parteien gegen den Bürgermeister, eine Diskussion finde nicht statt, vielmehr werde alles im Vorfeld festgeklopft. Stets seien sich alle einig, mit Ausnahme der FWG.

Der neue Verein plant

• regelmäßige Veranstaltungen mit den politisch Verantwortlichen. Vorschläge von Bürgern sollten als Anträge ins Parlament gebracht werden.

• die Gründung eines Vereinsrings zur gegenseitigen Unterstützung

• und die Umsetzung der Pläne an den Breitenbacher Seen. Wenn Rotenburg ein City-Outlet werde, könne man hier ergänzend ein gutes touristisches Angebot machen, zunächst mit Toiletten und einem größeren Campingbereich.

Hervorgegangen sei der neue Verein aus dem Büchereiverein, der die Bücherei im Alten Rathaus erhalten und weiterführen wollte, was im Bebraer Parlament mehrheitlich abgelehnt worden ist. Man sprach sich vielmehr dafür aus, die städtische Bücherei in die Grundschulbücherei mit einzubinden. „Es wären für die Stadt nur die Gebäudekosten angefallen“, erklärte Lucht. Auch die Initiative des Bürgermeisters zur energiesparenden Umstellung der Beleuchtung in Bebra sei abgelehnt worden, ebenso die Streichung des Busses zum Kindergarten in Solz.

Alle drei Vorhaben seien gescheitert, weil es Ideen von Bürgermeister Uwe Hassl gewesen seien, sagt Lucht. Beschlüsse würden zudem über die Köpfe der Bürger hinweg gefasst. So etwa sei die Bücherei im ersten Stock der Schule von Gehbehinderten kaum erreichbar. Mit der Bücherei im Alten Rathaus hätte man Geld sparen können, ebenso mit den beiden anderen Vorschlägen.

Der Kassenwart und Schriftführer des Vereins möchte ungenannt bleiben, weil er Probleme am Arbeitsplatz befürchtet, sagte Lucht. Der Verein stellt sich am Samstag, 14. März, ab 15 Uhr im Saal des Hotels Röse der Öffentlichkeit vor. Auch Hassl werde da sein.

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