Neugier auch ohne Nemo

Neues Aquarium schmückt Kita-Eingang in Weiterode

Das neue Aquarium der Kita Weiterode bestaunen von links die Erzieherinnen Lara Eckhardt und Janina Döttger mit den Kitakindern Freselam (5), Leo (4) und Jana (4).
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Das neue Aquarium der Kita Weiterode bestaunen von links die Erzieherinnen Lara Eckhardt und Janina Döttger mit den Kitakindern Freselam (5), Leo (4) und Jana (4).

„Es ist ein Hingucker. Kein Kind geht einfach daran vorbei“, sagt Kitaleiterin Doris Janßen mit einem gewissen Stolz.

Weiterode – Die Mitbewohner in der Weiteröder Rappelkiste sind vielleicht nicht leuchtend orange und heißen Nemo, fasziniert sind die Kitakinder trotzdem vom neuen Aquarium am Eingang der Kindertagesstätte. Ermöglicht hat die Anschaffung der Elternbeirat: Er wacht über das Sparbuch der Rappelkiste, auf dem Spenden und die Einnahmen von Festen gesammelt werden.

Tiere im Kindergarten sind mit Blick auf die Hygiene eine Herausforderung – meistens sind sie nur vorübergehende Gäste, etwa für ein Haustier-Projekt. Nicht so die Fische, die auch einen pädagogischen Zweck erfüllen sollen. Ein Beispiel: In Weiterode gibt es ein strenges Scheiben-Klopf-Verbot. „Es geht auch darum, dass die Kinder Respekt vor allen Lebewesen lernen“, so Janßen.

Die Kita-Kids helfen beim Reinigen des Aquariums und beim Füttern der etwa 30 Tiere, von denen viele von Dorfbewohnern gespendet wurden. „Einen Fischdienst gibt es aber nicht“, sagt Erzieherin Janina Döttger. Nachdem sie den Kindern erklärt hat, warum Clownfisch Nemo sich in dem Aquarium nicht wohlfühlen würde, haben sie schnell neue Lieblinge entdeckt. Ganz vorn auf der Favoritenliste rangieren eine Saugschmerle und der größte Brecher im 325-Liter-Becken, eine Rüsselbarbe (Spitzname: „Haifisch“). Etwa 1000 Euro hat das mittlerweile dritte Aquarium die Kindertagesstätte gekostet – das erste hatte mit einem geplatzten Glas für eine „riesige Sauerei“ gesorgt, der Nachfolger war etwas klein.

Von Clemens Herwig

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