Es tut sich nichts

Pläne für Fuldaauen-Erlebnispark liegen vorerst auf Eis

Blick von oben auf den Breitenbacher See: Pläne sehen vor, begrenzten Raum für die Freizeitnutzung zu schaffen und ansonsten die Natur möglichst wenig zu beeinträchtigen. Vorn im Bild befindet sich die Halbinsel, auf der eine Saunalandschaft mit Seezugang geplant ist. Das Foto zeigt den See und Breitenbach aus einem Ballon heraus, der beim Fischerfest 2013 gestartet war. Archivfoto:  Achim Meyer

Bebra. Die Entwicklung des Fuldaauen-Erlebnisparks am Breitenbacher See geht nicht voran: Obwohl der Bebraer Investor Nejat Sunel in den Startlöchern steht und schon im Sommer 2015 eine Saunalandschaft mit Strandzugang auf dem hinteren Teil der Halbinsel eröffnen wollte, tut sich nun erst mal nichts.

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Problem sind die Ausgleichsflächen, mit denen die Stadt aufwarten muss, um den Fuldaauen-Erlebnispark umzusetzen. „Die Obere Naturschutzbehörde möchte eine Ausgleichsfläche an einem Stück, das sich als Biotop entwickeln kann“, erklärte Bürgermeister Uwe Hassl. Gefunden hat man eine geeignete Fläche der Domäne Blankenheim, die sich im Eigentum der Hessischen Landesverwaltung befindet und zwischen Breitenbach und Blankenheim liegt.

Die Domäne wiederum will nur verkaufen, wenn sie ihrerseits eine entsprechende Ersatzfläche bekommt, die aber größer als die abzugebende Fläche sein müsste, da es sich bei dieser um wertvollen Ackerboden handelt.

Fläche ist verkauft 

Auch eine solche Fläche war gefunden. Für fünf Hektar - etwa vier Fußballplätze, sollte die Stadt 100 000 Euro zahlen. Doch die Stadtverordneten stimmten dem nicht zu. Beschlossen wurde vielmehr mehrheitlich unter anderem, dass der Kaufpreis zunächst durch den Gutachterausschuss des Landkreises überprüft werden solle. Das Dilemma: Die Fläche ist inzwischen an einen anderen Käufer gegangen.

Nun ist offen, wie es weitergeht. Eine Möglichkeit ist, dass der Stadt andere Flächen angeboten werden. Bürgermeister Hassl will zudem klären, „was mit der Domäne Blankenheim in Zukunft passieren soll“, sagt er. Er will im Ministerium nachhaken, ob die Stadt die Fläche vm Land Hessen kaufen könnte.

Die Ausgleichsfläche benötigt die Stadt, weil sie für die geplante Saunalandschaft die Infrastruktur schaffen, also Leitungen, Wasser und Strom legen muss. Auch Parkplätze müssten geschaffen werden. Unterdessen hat der Seglerverein laut Bürgermeister erklärt, dass er zurzeit kein Geld für ein neues Seglerheim auf der Halbinsel habe. Das Seglerheim bleibt also zunächst am angestammten Standort. Außerdem haben die Angler ihr Domizil auf der Halbinsel.

Info-Zentrum, Freilichtbühne und Spiellandschaft auf der Halbinsel gehören zum geplanten Fuldaauen-Erlebnispark. Ebenso ein Campingplatz und ein See-Restaurant dort, wo jetzt „Dat Ding am See“ angesiedelt ist. Für das Restaurant gibt es aber bisher noch keinen Interessenten.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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