Prüfraum-Schließung in Bebra: Fahrlehrer sprechen von Willkür

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Fahrlehrer stellen sich gegen die Prüfraum-Schließung in Bebra: Sie sprechen von Willkür.

Bebra. Zu der Schließung des Raums für die schriftlichen Fahrprüfungen in Bebra hatte sich kürzlich der Chef des TÜV--Hessen, Reiner Block, geäußert.

Die Aussagen von Block will die Fahrlehrervereinigung Hessen nicht so stehen lassen. Der Vorsitzende, Udo Sellner, äußerte sich zu Blocks Aussage, von Bebra nach Hersfeld seien es nur 18 Kilometer. Dies sei wohl richtig, erklärt Sellner in einer Mitteilung. Der Prüfer benötige nur 18 Kilometer bis Bebra. Auch richtig sei aber, dass Fahrschüler aus den Randlagen des Altkreises Rotenburg bis Hersfeld 30 und mehr Kilometer zu fahren hätten.

Der TÜV-Chef hatte vorgeschlagen, die Fahrschulen sollten ihre Fahrschüler einsammeln und zur schriftlichen Prüfung bringen. „Also am Prüftag sammelt die Fahrschule zehn Fahrschüler ein, die im Altkreis verteilt wohnen, und bringt sie nach Hersfeld zum TÜV ins Industriegebiet und nach der Prüfung nach Hause in die Schule oder zur Arbeit.“ Diesen Vorschlag könne nur jemand machen, der sich mit der Geographie im Altkreis Rotenburg nicht vertraut gemacht habe. Und wenn man überlege, dass ein Prüfer aus Bad Hersfeld bis Dezember 18 Kilometer nach Bebra gefahren und dort am Bahnhof die Prüfung abgenommen habe, „kommt nur noch Unverständnis und Ratlosigkeit auf, wie der TÜV mit seinen Kunden, sprich Fahrschülern umgeht“, schreibt Sellner.

„Kein besonderer Service“

Erschwerend komme hinzu, dass der Prüfer sowieso nach Bebra fahre, um die praktische Fahrprüfung abzunehmen. Sellner: „Und jetzt kommt der Skandal: Herr Block sagt, es sei ein besonderer Service des TÜV, dass die praktischen Prüfungen in Bebra starteten.“ Das sei nicht wahr. Das Ministerium lege die Prüforte für die praktischen Prüfungen fest, und da gehöre Bebra dazu. Wenn aber der Prüfer sowieso nach Bebra fahren müsse, „wo kommen dann 15.000 Euro zusätzliche Personalkosten her?“, fragt der Vertreter der Fahrlehrervereinigung. Es verdichte sich der Verdacht, dass die Personalkosten in der Höhe willkürlich zustande gekommen seien, um den Aufsichtsrat bei der Entscheidung, Bebra zu schließen, zu beeinflussen. (red/ank)

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