Musikalische Zeitreise

A-Cappella-Gruppe „Vocaldente“ begeisterte in Ellis Saal

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Genial: Benjamin Boresch (Countertenor), Tobias Kiel (Tenor), Jakob Buch (Tenor), Alexander Nolte (Bariton), Tobias Pasternack (Bass), sind mit ihrer A-Capella-Gruppe mittlerweile national und international gefragte Sänger. 

Weiterode. Still sitzen fiel beim Konzert des A-Cappella-Chors „Vocaldente" am Samstag in Ellis Saal schwer. Grund dafür waren fünf modisch gestylte und begnadete Sänger.

Schnell wurde klar: ihre Musik wird unglaublich schnell zu Bewegungsenergie. Denn das Programm „Life is a Highway“ ist weitreichend und vielfältig. Popsongs, Rockmusik, Hip Hop, Schlager und sogar New Metal gab es auf die Ohren des Publikums. Hinzu kamen humorvolle Ansagen und witzige Choreografien. Mit dieser Mischung gelang es „Voacaldente“, eine einzigartige und publikumsnahe Form der „a cappella“ zu kreieren, die keinen Zuschauer mehr ruhig sitzen ließ.

Benjamin Boresch (Countertenor), Tobias Kiel (Tenor), Jakob Buch (Tenor), Alexander Nolte (Bariton), Tobias Pasternack (Bass), sind mit ihrer A-Capella-Gruppe mittlerweile national und international gefragte Sänger. Und das ganz ohne technische Hilfsmittel - weder Verstärker noch Instrumente kommen zum Einsatz. Wozu auch? Denn sie können täuschend echt Gitarre, Trompete und Schlagzeug nachahmen.

Deswegen verwundert es auch nicht, dass so viel geballte Bühnenpräsenz das Publikum schon beim ersten Lied in den Bann zog. Mit Herbert Grönemeyers Song „Musik auch wenn sie laut ist“, startete die Show. Hier und da wippten schon die Beine mit und auch leichte Bewegungen mit Kopf und Oberkörper waren beim Publikum zu sehen: „Wir singen A-Cappella-Art, die wir für sie mit unseren Stimmbändern und wohlgeformten Körpern produzieren. Dabei ist wichtig, dass hier jeder seinen eigenen Sitztanz aufführt“, erklärte Nolte zu Beginn. So kam es dann auch. Bei der Nummer „Footloose“ von Kenny Loggins war der Name Programm.

Besondere Stimmung

Doch auch langsamere Balladen, wie „Mrs. Robinson“ von Simon & Garfunkel oder „Every Little Thing She Does is Magic“ von The Police sorgten für eine besondere Stimmung im Saal. Showtime war angesagt, als die Charmebolzen das Publikum auf eine Zeitreise 4000 Jahre zurück in „Die Bar zum Krokodil“ am Nil mitnahmen. Dorthin begeben sich nämlich Pharaonen und biedere Ehemänner gleichermaßen auf der Suche nach amourösen Abenteuern. Ärger war vorprogrammiert.

Wenn das Testosteron der Gruppe einmal überschwappte, kam es schon mal zu Unstimmigkeiten und man war sich uneins über die Auswahl der Songs. Um den Gruppenfrieden zu wahren, mischten die Sänger kurzerhand „Don’t Worry Be Happy“ von Bobby McFerrin mit dem Lied „Der Kuckuck und der Esel“. Politisch wurde es beim Rap-Song „Wie kann man nur dem Deutschsein so treu sein“, der aus eigener Feder stammt.

Bis dahin lieferte die A-Cappella-Gruppe eine wirklich bunte Auswahl an Musik ab. Bunt ist auch das Stichwort für ihren exotischen Zwischenstopp in Indien. Mit dem Bollywood Song „Tharki Chokro“ machten die Jungs sogar Bollywood-Altmeister Shah Rukh Khan Konkurrenz. Was der Titel nicht vermuten lässt, ist dass er höllisch kompliziert für einen Sänger ist. Denn die Inder Unterteilen eine Oktave in 21 Intervalle. Für mitteleuropäische Sänger eine wirkliche Herausforderung. Doch für die Jungs von „Vocaldente“ war das kein Problem.

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