Reparaturwissen in Bebra: Gegen geplanten Verschleiß

Sagt Ramsch-Produkten den Kampf an: Stefan Schridde, hier in seiner Reparatur-Werkstatt in Berlin. Foto: nh

Bebra. Beim Murks-Center am 20. September wird in Bebra gezeigt, welche Macken technische und andere Geräte haben können.

„Murks? Nein danke!“, heißt eine Kampagne für Haltbarkeit und nachhaltige Produktqualität, die Stefan Schridde aus Berlin ins Leben gerufen hat.

Schridde kommt am Sonntag, 20. September, zum Zukunftsforum der Pro Region Mittleres Fuldatal in die Beruflichen Schulen in Bebra. Er wird dort von 11 bis 16 Uhr ein Murks-Center betreiben, in dem gezeigt wird, welche Macken technische und andere Geräte haben können.

Ist es Zufall, dass der Drucker gerade nach Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgibt, der Fernseher Macken bei Ton und Bild entwickelt - und was kann man dagegen tun?

Aus jahrelanger Erfahrung mit dem Phänomen „geplanter Verschleiß“ kann Schridde in vielen Fällen über die Schwachstellen des gekauften Produktes aufklären und manchmal sogar helfen. „Wir möchten mit diesem Angebot auf den gigantischen Rohstoff-Verbrauch hinweisen, der durch den hohen Verschleiß an technischen Geräten entsteht“, erklärt Georg Lüdtke, der Vorsitzende der Pro Region.

Besucher können ihren „Murks“ in die Beruflichen Schulen bringen. Um Anmeldung des Produkts und des vermuteten Schadens unter 06678 / 919169 wird gebeten.

Auch wer sich als kundiger Helfer mit eigenem Reparaturwissen einbringen will, ist eingeladen, sich zu melden. Das Murks-Center könnte Anstoß geben für eine dauerhafte Einrichtung mit der Zielsetzung, über schadhafte Produkte und ihre Instandsetzung aufzuklären, hoffen die Initiatoren. „Indem man lernt, Kleinigkeiten selbst zu reparieren, ist man den Dingen weniger ausgeliefert“, sagt Stefan Schridde.

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