Neuer Bahnhof in Bebra: Jetzt ist die Stadt am Zug

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Steht dem Bau des Bahnhofsvorplatzes im Weg: Das Haus Reinmüller muss abgerissen werden. Vor das Altenhilfezentrum (orangefarben) soll ein Wendehammer mit Platz für Taxen gebaut werden. Die neue Treppe zum Bahnhof wird sich bis in die Bildmitte erstrecken.

Bebra. Der modernisierte Bahnhof Bebra ist in Betrieb, doch barrierefrei ist er noch nicht.

Dazu fehlt noch der Bahnhofsvorplatz, der von der Stadt geplant und gebaut wird. Um dort starten zu können, muss zunächst das Haus Reinmüller an der Westseite abgerissen werden.

Haus Reinmüller 

Die Stadt habe den Sofortvollzug für den Abriss, erklärte Bürgermeister Uwe Hassl, sogar in dreifacher Ausführung bis hoch zum Oberlandesgericht Frankfurt. Immer wieder hat die Eigentümerin Widerspruch eingelegt, und das Gericht hatte die Stadt gebeten, noch mit dem Abriss zu warten. Aber auch gegen eine Verfügung zur Zwangsräumung könnte die Eigentümerin erneut vorgehen. Dies werde er nicht mehr abwarten, betonte Hassl. Er will sich aber auch nicht festlegen, wann zwangsgeräumt wird. Dafür hatten die Stadtverordneten schon grünes Licht gegeben. Den beiden derzeitigen Bewohnern stünde eine Wohnung in der Apothekenstraße 10 zur Verfügung, sagt Hassl.

Bahnhofsvorplatz 

Sobald das Haus abgerissen ist, soll der Vorplatz in Angriff genommen werden. Geplant sind ein Aufzug - neben den drei auf dem Bahngelände ist das dann der vierte am Bahnhof. Die extrem steile provisorische Treppe soll durch eine langgezogene ersetzt werden, die durch Podeste unterbrochen sein wird. Außerdem soll eine Rampe gebaut werden, die allerdings für Rollstuhlfahrer nicht geeignet sein wird.

Lokschuppen 

Was den Lokschuppen betrifft, ist zwar von außen noch nichts zu sehen, aber im Innern wurden die Gruben verfüllt und das Gebäude wurde geräumt. Die Ausschreibung ist ebenfalls gelaufen. Der Beginn der Arbeiten zur statisch-konstruktiven Sicherung steht unmittelbar bevor, heißt es aus dem Rathaus. Dann wird auch das Dach neu gedeckt und der Lokschuppen kommt gut durch den nächsten Winter.

P+R Ost

Außerdem geht es im kommenden Jahr weiter mit den Arbeiten an der Park-und-Ride-Anlage Ost auf der Seite der Gilfershäuser Straße. Dort müssen diejenigen, die ihr Auto dort abgestellt haben, bislang noch einen Umweg über die Gilfershäuser Straße laufen. Später wird der Weg vor dem Lokschuppen (von der Stadtseite aus gesehen) verlaufen. Bis Anfang 2017 soll dieser Bauabschnitt beendet sein.

Inselgebäude 

Wie es mit dem Inselgebäude weitergeht, ist bislang noch nicht geklärt. Derzeit prüft die Deutsche Bahn, wie ein Verkauf des historischen Gebäudes an die Stadt Bebra bewerkstelligt werden kann. Bürgermeister Uwe Hassl rechnet mit einer Entscheidung im Herbst und hofft auf eine Förderung - bis zu 90 Prozent wären möglich als nationales Projekt. Die Verträge würden nächstes Jahr geschlossen, so seine Prognose.

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