Betroffen ist die Heidaustraße

Schrebergärtner in Bebra genervt: Immer mehr laden ihren Müll ab

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Beklagt die illegale Müllkippe: Stephan Eckhardt vor dem eigenen Garten. 

Bebra. Illegal entsorgter Müll ist ein  Problem in Bebra. Besonders betroffen ist das Gebiet rund um die Heidau-Brücke und die Schrebergarten-Anlage an der Heidaustraße.

Regelmäßig entsorgt der Bauhof der Stadt abgeladene Abfälle. 170 Arbeitsstunden verbrachten Bauhof-Mitarbeiter 2016 insgesamt mit der Müll-Beseitigung. 2017 waren es 70, in diesem Jahr nehme der Aufwand wieder zu, sagt Christian Sass, Leiter des Bauhofs in Bebra.

Besonders beliebt sind abgelegene Wege, die mit dem Auto dennoch gut zu erreichen sind, erklärt Sass. Die Brücke und die Schrebergärten an der Heidaustraße liegen unmittelbar an den Bundesstraßen 83 und 27 und sind somit schnell zu erreichen. Häufig werde der Müll in Nacht-und-Nebel-Aktionen abgeladen, Täter seien deshalb nur schwer ausfindig zu machen. „Oft müssen wir mit dem LKW rausfahren, weil dort so viel Müll lagert“, so Sass.

Schrebergartenbesitzer in Bebra beklagen die Müll-Plage schon seit Längerem. Einer von ihnen ist Stephan Eckhardt aus Bad Hersfeld. Vor seinem Grundstück werden immer wieder Abfälle aller Art entsorgt. Über den Gehweg vor seinem Grundstück verteilen sich Pizzakartons, Schuhe, Kanister, Gartenabfälle, Matratzen und regelmäßig auch Sperrmüll. „Es wurde in den letzten Jahren immer schlimmer, das ist nicht mehr normal“, so der Grundstückbesitzer.

Kameras gefordert

„Hier ist über die Zeit eine richtige Müllkippe entstanden“, klagt er. Regelmäßig sei zu beobachten, wie der Müllberg Zuwachs bekomme. Einmal habe er einen Täter auf frischer Tat ertappt und die Polizei gerufen. Das sei aber die Ausnahme – in den meisten Fällen entkommen diese. „Wenn der Müll dann entfernt wurde, liegt wenige Tage später wieder etwas dort.“ Eckhardt würde dort gerne Überwachungskameras oder Schilder sehen, die auf das Verbot des illegalen Abladens hinweisen. „Sonst denken die Leute, sie können das hier ohne Konsequenzen machen.“

Friedhelm, Eyert, Leiter des Ordnungsamtes in Bebra, kennt das Problem, ein großes sei es für ihn aber nicht: „Es ist über die Jahre nicht mehr geworden“, sagt er. Für die Gartenbesitzer kein Trost. Saisonal sei kein Unterschied in der Menge der Müllabfälle auszumachen, erklärt Bauhof-Leiter Christian Sass.

„Manchmal ist zwei Monate gar nichts und dann wieder mehrmals in der Woche“, sagt er und nennt auch Kühlschränke und Fernseher als häufig auftauchenden Müll in der Gemarkung. „Dinge die man ohne Aufwand und kostenlos auch legal entsorgen könnte“, zeigt er sich verständnislos. Zahlen darüber, wie viel Tonnen Müll die Mitarbeiter jährlich einsammeln, liegen nicht vor.

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