Schüler informierten sich auf der Lehrbaustelle in Bebra

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Macht richtig Spaß: Jennifer, Jasmin und Selina, von links, betätigten sich handwerklich auf der Lehrbaustelle der Bauwirtschaft in Bebra. Azubi Peter Köpke gab Hilfestellung.

Bebra. Sieh mal, wer da hämmert - auf der Lehrbaustelle der Bauwirtschaft Hersfeld-Rotenburg haben Schüler wieder ausprobieren dürfen, wie es sich im Handwerk arbeitet.

Selina ist mit Begeisterung bei der Sache. Erst bearbeitet sie einen Holzbalken mit Hammer und Stemmeisen, dann greift sie zur Gestellsäge und lässt sich von Azubi Peter Köpke zeigen, wie sie die richtig bedient. „Ich dachte nicht, dass das so Spaß macht“, sagt die 13-Jährige.

Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler aus acht Schulen des Landkreises waren in den vergangenen zwei Wochen zu Gast auf der Lehrbaustelle der Bauwirtschaft Hersfeld-Rotenburg in Bebra, eingeladen von der Kreishandwerkerschaft und der Agentur für Arbeit. Das Ziel: die jungen Schülerinnen und Schüler, überwiegend aus Klasse sieben, an handwerkliche Berufe heranzuführen.

In den Hallen der Lehrbaustelle wurde es laut, denn die Jugendlichen widmeten sich mit jeder Menge Elan den vorbereiteten Angeboten: Da wurde gesägt, gehämmert, da wurden Mäuerchen errichtet und Fliesen an der Wand befestigt, oder es wurde ein sich drehender Betonmischer zum Wurfziel für Tennisbälle umfunktioniert.

Spielerisch soll es zugehen, da sind sich die Gastgeber einig, und die Schüler sollen sich wohlfühlen. Zum Abschluss gibt es für jeden eine Bratwurst vom Grill.

Schülerin Selina von der Gesamtschule Niederaula liefert ein ideales Beispiel für die Wirkung, die der Schnuppertag bei den Jugendlichen entfalten soll. Denn gerade Mädchen würden normalerweise selten mit handwerklichen Tätigkeiten in Berührung kommen, sagt Hubert Lorenz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Folglich könnten sie auch nicht entdecken, dass genau eine solche Tätigkeit Freude bereitet.

Auch wenn Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker einräumt, dass sich die Erfolge der Schnuppertage schwer messen ließen, gebe es doch positive Resonanz. Das bestätigt Nicole Rensch, Lehrerin an der Gesamtschule in Niederaula. Immer wieder würden ihr auf der Lehrbaustelle Azubis begegnen, die ehemalige Schüler sind. Zwei Mädchen, mit denen sie vor einigen Jahren am Schnuppertag teilnahm, hätten inzwischen den Beruf Fliesenlegerin gelernt.

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