Anstatt Asphaltfläche

Solzer Ortseingang soll grüner werden: Ortsbeirat will Linden und Parkplätze

Hoffen auf einen schöneren ersten Eindruck: von links Tatjana Wandel (Grüne), Lothar Knoth und Hilmar Schmidt (beide SPD) vom Solzer Ortsbeirat. Im Hintergrund ist die Asphaltfläche am nordöstlichen Ortseingang zu sehen, die grüner werden soll.
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Hoffen auf einen schöneren ersten Eindruck: von links Tatjana Wandel (Grüne), Lothar Knoth und Hilmar Schmidt (beide SPD) vom Solzer Ortsbeirat. Im Hintergrund ist die Asphaltfläche am nordöstlichen Ortseingang zu sehen, die grüner werden soll.

Wer von Süden nach Solz hineinfährt, blickt auf die Kirche und das Trottsche Herrenhaus. Wer von Nordosten kommt, aus Richtung Dens, auf vier Glascontainer und viel Asphalt.

Bebra/Solz – Das soll sich ändern: Geht es nach der Mehrheit des Ortsbeirats, soll die städtische Fläche am Ortseingang grüner und ansprechender werden.

„Wir wollen den ersten Eindruck verschönern, den man hat, wenn man in den Ort fährt“, sagt Tatjana Wandel (Grüne). Der Ortsbeirat schlägt vor, dass lediglich eine Zufahrt zum Feldweg asphaltiert bleibt. Der restliche Belag soll ganz oder teilweise aufgebrochen und abgetragen werden, um Platz für eine Grünanlage mit Bäumen und bis zu fünf Parkplätzen zu schaffen. „Wir brauchen keine Allee“, schränkt Lothar Knoth (SPD) ein. Aber der Platz am Ortseingang, der auch Ausgangspunkt für Spaziergänger, Gassigänge mit dem Hund und Wanderer auf dem Quincunx-Weg ist, soll attraktiver werden.

Für eine Bepflanzung anbieten würden sich Linden, wie sie auch im Ortskern vor dem Solzer Dorfladen gepflanzt wurden, sagt Tatjana Wandel. Auch eine Bank sei eine schöne Idee. Durch die schattenspendenden Bäume heize sich die Teerfläche zudem nicht mehr so auf, die an heißen Tagen durchgehend der Sonne ausgesetzt sei.

Die vier Glascontainer auf der städtischen Fläche will man zähneknirschend akzeptieren, aber gute zehn Meter den Hang hinauf versetzen und damit etwas aus dem Kreuzungsbereich verbannen – auch, weil es für die Behälter keinen Standort gebe, der nicht zu Ärger durch den Lärm beim Einwerfen führe.

Der Ortsbeirat bittet nun bis August um eine Einschätzung aus dem Rathaus – „vor allem kostenmäßig“, sagt Knoth. „Wir wissen aber auch, dass es im Herbst andere Prioritäten für mögliche Polster im Haushalt gibt.“ Auch Bürgermeister Stefan Knoche warnt entsprechend auf Nachfrage: „Das ist etwas für den Haushalt 2022.“ Im Frühjahr, so die Hoffnung beim Ortsbeirat, werde sich in Solz dann hoffentlich etwas bewegen. Der Vorschlag zur Verschönerung war in der jüngsten Ortsbeiratssitzung mit zwei Enthaltungen auf den Weg gebracht worden.

Bedenken gibt es etwa, weil die Fläche um den öffentlichen Wirtschaftsweg am Ortseingang seit vielen Jahre von einem Solzer Fuhrunternehmer genutzt wird, der dort Container abstellt und dafür auf eigene Kosten den Asphalt ausbessern ließ, der nun aufgebrochen und abgetragen werden soll. (Clemens Herwig)

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