Sportplätze: Verträge gelten weiter bis Ende 2016

+
Die Biberkampfbahn: Sie ist im Besitz der Stadt Bebra und wird von mehreren Vereinen genutzt, auch von den Schulen. Nach den Plänen von Bürgermeister Hassl sollte der FV Bebra die Verantwortung für die Anlage übernehmen und sie an die anderen weitervermieten.

Bebra. Die Kündigung der Nutzungsverträge für die Sportplätze mit den Vereinen wird nicht zum Jahresende wirksam. Die Stadtverordneten sprachen sich ohne Gegenstimme für eine Verlängerung bis Ende 2016 aus.

Noch vor den Herbstferien soll die Stadt zunächst mit den Fußballvereinen sprechen. Das wurde auf gemeinsamen Vorschlag der CDU- und der SPD-Fraktionen beschlossen.

Es sei in der Vergangenheit nicht alles glücklich gelaufen, erklärte Thorsten Strippel (CDU). Die vom Magistrat ausgesprochenen Kündigungen seien den Vereinen bekanntgegeben worden, und erst danach habe man die Vereinsvertreter zum Gespräch geladen.

Hassl wollte Ende 2014

Ein Kommunikationsproblem zwischen Bürgermeister und „diesem Hause“ konstatierte Gerhard Schneider-Rose (SPD) und gab seiner Enttäuschung Ausdruck. Der Bürgermeister habe die Magistratsvorlage geschrieben und habe die Verträge schon zum Ende 2014 kündigen wollen. Die Magistratsmitglieder hätten jedoch auf Ende 2015 gedrungen. Nun erkläre Uwe Hassl, er ziehe die Kündigungen zurück. Dies könne er nicht, hier seien die Stadtverordneten gefragt. Mit dem Beschluss habe man jetzt eineinhalb Jahre Zeit. „Wir werden eine gute Lösung mit dem Bürgermeister zusammen finden, wenn er es denn will.“

Die Reihenfolge - erst Kündigung, dann Gespräche - sei falsch gewesen, meinte Klaus Reifschneider (FWG). Er warnte aber vor Stimmungsmache, wie sie teilweise in den sozialen Netzwerken (Facebook) laufe.

Der Bürgermeister selbst trage mit seinen Kommentaren auf der städtischen Homepage zur Eskalation bei, kritisierte Bernd Holzhauer (SPD).

Die Vereinskonferenz habe Hassl „unterirdisch geleitet“, den Fraktionen die Verantwortung in die Schuhe geschoben und nun sage er auch noch, er selbst habe die Reißleine gezogen. Holzhauer empfahl dem Magistrat mehr Kampfbereitschaft und wies darauf hin, dass die Fußballvereine ihre Teilnahme am Spielbetrieb bis 1. Juli melden und dazu einen Platz nachweisen mussten - laut Statuten des Fußballverbandes.

Dass der Konflikt eine gewisse Hitze erreicht habe, stellte auch Volkmar Hanf (Gemeinsam für Bebra) fest. Der Vorschlag, für die Gespräche bei Bedarf einen Moderator hinzuzuziehen, fand aber keine Mehrheit. Hanf meinte dennoch mit Bezug auf die Zusammenarbeit der drei großen Fraktionen, ein Traum sei wahr geworden. Er sei guter Hoffnung, dass dies auch noch mit dem Bürgermeister gelingen werde.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.