Stadt Bebra muss Grundstück kaufen, das sie nicht braucht

Bebra. Einen Beschluss mit Bauchschmerzen fasste das Bebraer Parlament: Den Kauf des Grundstücks, das für die zweite Tunnelröhre Lange Brücke benötigt worden wäre.

Nicht wohl war den Stadtverordneten bei einem Beschluss, ein Grundstück zu erwerben, für das die Stadt gar keine Verwendung mehr hat.

Dabei geht es um Pläne vor zehn Jahren, eine zweite Tunnelröhre an der Langen Brücke zu bauen. Dazu hätte man das Grundstück gebraucht, auch um bei einem eventuellen Ausbau der Bebritstraße eine Engstelle vor dem Tunnel zu vermeiden. Erst im November 2007 war mit der Grundstückseigentümerin vereinbart worden, dass die Stadt das Grundstück kaufen könne, wenn sie es benötige.

Umgekehrt sollte die Eigentümerin auch innerhalb von 20 Jahren an die Stadt veräußern können, wenn sie das Grundstück ihrerseits nicht mehr benötige. Dieser letzte Fall ist nun eingetreten. Die Stadt Bebra wird nun für das Grundstück über 32.000 Euro bezahlen, zuzüglich Nebenkosten.

Vor der Gilfershäuser Brücke 

Gerhard Schneider-Rose (SPD) sprach von Bauchschmerzen bei dem Beschluss. KLaus Reifschneider (FWG) wies darauf hin, dass seine Fraktion immer eine zweite Röhre gefordert habe, bevor die Gilfershäuser Brücke saniert würde. Dies ist aber im vergangenen Jahr ohne zweite Röhre an der Langen Brücke geschehen. Nun handele es sich um ein Grundstück, das die Stadt gar nicht mehr brauche.

28 Stadtverordnete sahen sich genötigt, dem Kauf zuzustimmen, die FWG-Vertreter enthielten sich, fünf stimmten dagegen. (ank)

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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