Kleiner Kobold auf Abenteuer

Stefan Engel hat Bebras Lurchi erfunden: das be!ast

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Stefan Engel mit dem „be!ast“ in kleiner und in großer Ausführung – da trägt es noch eine Weihnachtsmütze. Mit auf dem Bild auch die Lese-Ratte, die ebenfalls in Engels gereimten Geschichten vorkommt. Sie ist eine weitere Kreation von Steiner-Plüsch. Auch eines der neuen Lurchi-Bücher, von denen Engel sich inspirieren ließ, liegt auf dem Tisch.

Bebra. Das Geschöpf von Stefan Engel hat einen schwierigen Namen: Das Biest, so spricht man es, geschrieben wird es „be!ast". Es ist das Maskottchen für das Einkaufszentrum „be!“.

Der kleine Kobold erlebt in vier Büchlein allerlei Abenteuer und ist inzwischen viel mehr als ein Werbegag. Denn es sind allerliebst gereimte, wunderschön bebilderte Geschichten mit Bebraer Lokalkolorit zum Vorlesen für Kinder. Vor wenigen Wochen ist das vierte Büchlein erschienen. Nun gibt es eines für jede Jahreszeit.

Susi Waschbär möchte sich darin ihr Haar zum Herbstball herbstrot färben lassen, was zunächst mal schief geht. Denn Meister Mulle, der Maulwurf, hat es mit dem Sehen nicht so und greift zur grünen statt zur roten Flasche, derweil seine Brille in der Hosentasche steckt. Und so klagt Susi nach dem Missgeschick: „Was machen wir nun? Ei der Daus! So geh ich nimmer aus dem Haus! Der Maulwurf sagt: In solchen Lagen will ich Freund be!ast um Rat befragen.“

Autor und Vater des „be!ast“ ist der Deutsch- und Politiklehrer Stefan Engel, der Magistratsmitglied war, sich aber nach der jüngsten Kommunalwahl aus der Stadtpolitik zurückgezogen hatte und nun seinen kreativen Ambitionen Raum gibt.

Der Kobold "be!ast"

Es begann, als die Familie Engel im Sommer 2014 einen Ausflug zur Firma Steiner Plüsch im Thüringischen Georgenthal unternahm. Die Plüschtiere dort sind von Hand gefertigt und fallen aus dem üblichen Rahmen, fand der Vater zweier Kinder. Er war begeistert und hatte eine Idee.

Das neue Einkaufszentrum „be!“ sollte im Herbst eröffnet werden. Engel war überzeugt: „Das „be!“ wird klasse, aber noch besser wird es mit einem Maskottchen.“

Seine Begeisterung für die „Plüschis“ fiel bei dem Thüringer Familienbetrieb auf fruchtbaren Boden, als er mit der Idee vorsprach, ein Maskottchen fürs „be!“ zu kreieren. Das Ergebnis sind der freche braune Kobold mit den vier blauen Hörnern und dem grünen Bauch. Und die Zusammenarbeit mit der Steiner-Designerin Antje Zahl.

Denn nun war Engel bald klar, dass er Geschichten schreiben wollte, die im weitesten Sinne um das „be!“ und Bebra kreisen sollten.

Vorbild für Engel (46) waren die Abenteuer von Lurchi, dem Salamander, der schon vor 80 Jahren für die gleichnamige Schuhfirma fantasievolle Werbung machte und bis heute überdauert hat. Seinen beiden Kindern hat der Bebraner die neu aufgelegten Lurchi-Geschichten immer gerne vorgelesen und auch sie lieben Lurchis Abenteuer.

Mit Antje Zahl hatte Engel sein Pendant gefunden. Sie illustrierte die kunstvoll gereimten Abenteuer des „be!asts“ mit erkennbarer Freude und Liebe zum Detail. Die ersten beiden Geschichten waren zum ersten Geburtstag des Einkaufszentrums im September 2015 fertig.

Engel löst auch das Rätsel um seine Verbundenheit zu dem Bebraer Einkaufszentrum auf: Er war Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtentwicklung Bebra (SEB), die für das „be!“ zuständig ist.

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