Sarah Reinke ist Projektleiterin in Imshausen

Stiftung Adam von Trott will sich öffnen

Vor dem Herrenhaus in Imshausen: Sarah Reinke lebt seit Mai in Imshausen, sucht aber mit ihrer Familie in Bad Hersfeld ein Haus. Sie erkundet die Gegend zu Fuß und hat auch ihr Fahrrad mitgebracht. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Imshausen. „Wir wollen mehr Menschen hierher holen und selbst mehr rausgehen“ – das ist Sarah Reinke wichtig. Zurzeit ist die neue Projektleiterin der Stiftung Adam von Trott in Imshausen mit der Überarbeitung des Businessplans beschäftigt.

Die Stiftung muss wirtschaftlich arbeiten. Dazu möchte Reinke neue Zielgruppen ansprechen. Angebote für die Region möchte sie machen, vielleicht ein Café, ein Lädchen, ein Sommerfest – sie hat viele Ideen. Beim Tag des offenen Denkmals ist die Stiftung diesmal dabei. Für Wanderer und Gruppen, auch für Touristen will man Anziehungspunkt werden. „Wir sind ein offenes Haus und freuen uns über Besuch“, sagt Reinke.

Auf der anderen Seite gehören Angebote für ein universitäres Publikum zu Imshausen – schließlich kooperiert man mit der Uni Göttingen. So soll es künftig ein Stipendium geben, zwei Praktikanten fangen im Juli an, Debattierslams und Ähnliches sind denkbar.

Als Projektleiterin neben Bildungsreferentin Ute Janßen kümmert sich Reinke um die Kooperation mit der Uni Göttingen ebenso wie um den geplanten millionenschweren Umbau – beides gefördert vom Bund. Außerdem gilt es, eine Ausstellung und ein Archiv zu Adam von Trott aufzubauen, zwei Bibliotheken mit insgesamt 4000 Bänden aufzuarbeiten. Man wolle eine positive Gedenkstätte sein, nennt Reinke ein Alleinstellungsmerkmal der Stiftung. Adam von Trott könne bis heute ein Beispiel sein. Auch heute stelle sich angesichts von AfD, Trump und Erdogan die Frage, wie Widerstand aussehen könne.

Von Berlin nach Imshausen

Anfang Mai ist Sarah Reinke von Berlin nach Imshausen gezogen – „schon ein große Veränderung“, wie sie sagt, aber vom Vorstand erfahre sie viel Unterstützung. Nun hofft Reinke, dass ihr Mann, der in der IT-Branche tätig ist, in der Region eine passende Stelle findet und ihre Familie bald nachkommen kann. „Wir wollen aus der großen Stadt heraus“, sagt Reinke, schätzt hier die Ruhe und Natur und freut sich auf Gespräche mit den Nachbarn in Imshausen.

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