Neubau für 56 Zimmer

Strabag baut für 2,8 Millionen Euro eine Ausbildungsunterkunft in Bebra

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Symbolträchtig: Auch Ivonne Buchenau (vorne), Leiterin der Beruflichen Schulen Bebra, half bei der Grundsteinlegung mit. Allein Strabag schickt jedes Jahr rund 40 neue Auszubildende auf die Berufsschule. Unternehmen und Schule kooperieren inzwischen auf vielen Ebenen.

Für 2,8 Millionen Euro baut die Firma Strabag auf dem Gelände der konzerneigenen Lehrwerkstatt in Bebra eine Unterkunft für Auszubildende. Der dreigeschossige Neubau bietet Platz für 56 Zimmer.

Bebra. Noch wohnen die Auszubildenden in provisorischen Container-Unterkünften. Ab dem kommenden Sommer soll sich das jedoch ändern. Das Bauunternehmen Strabag, das in Bebra ein Ausbildungszentrum für den eigenen Nachwuchs betreibt, hat am Mittwoch den Grundstein für eine neue Ausbildungsunterkunft gelegt. Strabag lässt sich den gut 1800 Quadratmeter großen Neubau für 106 Betten 2,8 Millionen Euro kosten. Ende August 2018 soll er fertig sein.

„Der Neubau ist ein Bekenntnis zum Standort Bebra“, betonte Strabag-Vorstand Peter Hübner bei der Grundsteinlegung vor gut 50 Gästen, darunter Bebras Bürgermeister Uwe Hassl, Ivonne Buchenau (Leiterin der Beruflichen Schulen Bebra) und zwei Dutzend Azubis, die ab Sommer in die dann fertige Herberge einziehen. Hübner ließ auch durchblicken, dass das Unternehmen künftig noch stärker auf Ausbildung setzen wolle, derzeit liege die innerbetriebliche Ausbildungsquote bei neun Prozent.

Strabag-Azubi Larissa Ulrich, hier vor einer Raupe, lässt sich auf dem 88 000 Quadratmeter großen Lehrgelände in Bebra zur Baugeräteführerin ausbilden. Ab dem nächsten Sommer ziehen sie und ihre Lehrlingskollegen in die neue Ausbildungsunterkunft, deren Grundstein am Mittwoch gelegt worden ist. 

Ausbildungsquote erhöhen

Zum Vergleich: Das Verhältnis von Azubis zur Gesamtzahl aller Beschäftigten liegt im Bundesdurchschnitt bei rund fünf Prozent. „Die Zehn-Prozent-Marke wollen wir bald knacken“, sagte Hübner, „deshalb haben wir auch dafür gesorgt, dass sich die neue Ausbildungsunterkunft problemlos erweitern lässt.“

Hübner, der auch Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ist, lobte zugleich die „hervorragende“ Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen Bebra. „Sie sind ein ganz wichtiger Partner für uns.“

Pro Jahr schickt allein Strabag 40 neue Lehrlinge – angehende Baugeräteführer sowie Land- und Baumaschinentechniker – auf die Bebraer Berufsschulen. „Wir finden das klasse, dass der Nachwuchs hier jetzt ein modernes Unterkunftsgebäude bekommt“, sagte Schulleiterin Ivonne Buchenau.

Wie die Lehrlinge: Marieke Backes, angehende Berufsschullehrerin für Bautechnik, absolviert derzeit bei Strabag ein Praktikum, um später auch praktisch zu wissen, was sie theoretisch lehrt.

Das an der B 83 gelegene Strabag-Ausbildungszentrum ist 88 000 Quadratmeter groß, entspricht also der Fläche von fast 13 Fußballfeldern. Derzeit werden dort 126 junge Menschen ausgebildet, davon sind 92 Azubis auf dem Gelände untergebracht. In den Lehrwerkstätten lernen sie unter anderem betonieren, pflastern, vermessen und trainieren auf riesigen Übungsbaustellen den Umgang mit schwerem Gerät.

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