Telekom versorgt Breitenbach, Blankenheim und Lüdersdorf mit Glasfaser

Bebra. 900 Haushalte in Breitenbach, Blankenheim und Lüdersdorf können schon vor vielen anderen im Kreis Hersfeld-Rotenburg mit dem schnellen Internet in die Zukunft starten.

Ihnen stehen ab sofort bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung. Die drei Bebraer Stadtteile sind damit die Vorreiter noch vor Bad Hersfeld, wo die Telekom kürzlich mit dem Netzausbau von 80 Kilometern Glasfaserkabel für 14 000 Haushalte begonnen hat.

Die Blankenheimer hatten laut Fuat Dalar von der Telekom bisher nicht einmal DSL, jetzt können sie gleich ins Turbo-Internet einsteigen. In Breitenbach und Lüdersdorf standen bisher durchschnittlich sechs Megabit zur Verfügung. Beim Heraufladen von Daten sind jetzt bis zu 40 MBit/s möglich, ein Mehrfaches von dem, was ein Kabelnetzanschluss in der Regel biete, so Dalar.

Telefonieren, surfen und fernsehen seien gleichzeitig möglich, der Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos übers Netz werde bedeutend erleichtert.

Bürgermeister Uwe Hassl betonte, die Stadtwerke legten bei Tiefbauarbeiten schon seit Jahren Leerrohre, was das Straßennetz vor weiteren Aufbrüchen schütze. Besonders für die vier Bebraer Industriegebiete wünsche er sich das schnelle Internet - ein wichtiger Standortfaktor. Die Telekom strebe einen flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland an, erklärte Dalar, der Regio-Manager Infrastrukturvertrieb der Telekom ist. Sechs Milliarden Euro werde man bis 2018 investieren. Es blieben allerdings immer „weiße Flecken“ übrig, wo sich der Ausbau nicht rechne. Hier setze man auf eine Beteiligung der Kommunen. Im Kreis Marburg-Biedenkopf sei der flächendeckende Ausbau bereits mit einer öffentlichen Förderung von zehn Mio. Euro für unrentable Gebiete erfolgt.

Nordhessen Cluster

Man sei auch mit dem Nordhessen Cluster im Gespräch gewesen, sagte Dalar. Die Initiative der fünf nordhessischen Landkreise will flächendeckend 30 Mbit/s ermöglichen. Den Zuschlag hat aber nicht die Telekom erhalten, sondern das Unternehmen Netcom aus Kassel, das die Netze betreiben soll. Bis Ende 2019 soll es fertiggestellt sein.

Auch bei der Telekom steht noch nicht fest, wo sie den Glasfaser-Ausbau fortsetzt. Außerdem arbeitet die Telekom am Ausbau des Mobilfunknetzes LTE. Hier profitieren laut Dalar zum Beispiel Solz, Imshausen und Braunhausen. In Kürze werde dort die Hybridtechnik angeboten: Ein intelligenter Router, der bei Bedarf zum DSL das LTE zuschaltet.

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Rubriklistenbild: © dpa

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