1812 in Schlesien gegründet

Zirkus Henry gastiert noch in Bebra – Mit 60 Tieren unterwegs

Die Kamele sind ein Hingucker im Programm des Zirkus’ Henry. Das Foto zeigt (von links) Zirkusdirektor Georg Frank mit Artist George und Reiter Robin. Foto:  Meyer

Bebra. Es gehört natürlich zum Wesen des Berufs Zirkusdirektor, dass der vom eigenen Programm in den allerhöchsten Tönen schwärmt. So auch Georg Frank bei einem Gespräch im gemütlichen Wohnwagen.

Er ist 67 Jahre alt, wurde im Zirkuswohnwagen geboren, war ein Leben lang Clown, Artist und Kunstreiter und und führt heute im Livrée durch das Programm des Zirkus’ Henry in Bebra.

Der Zirkus Henry sei der älteste Zirkus Deutschlands und in der Tierdressur „absolute Spitze“, so Frank. Im Jahr 1812 in Schlesien von seinem Ururgroßvater unter dem Namen Frank gegründet, ist der Zirkus heute mit einem 22-köpfigen Team und 60 Tieren unterwegs.

„Da glänzen Kinderaugen“

„Da glänzen die Kinderaugen“, verspricht Frank, und: „Die Kinder halten den Atem an“, wenn sie die Auftritte der Clowns, der lustigen Esel, die Dressurnummern mit Indianerpferden, sibirischen Steppenkamelen, Wasserbüffeln aus Indien und ungarischen Steppenrindern unter der 14 Meter hohen Kuppel des Vier-Mast-Zeltes sehen.

Neun Kinder hat Georg Frank, und sein Sohn Robin wird als Comic-Cowboy Lucky Luke in die Manege galoppieren und das Publikum mit seinem Pferd Jolly Jumper verblüffen. „Das hat die Welt noch nicht gesehen“, hat eine Zeitung über diese Nummer geschrieben, und Georg Frank sagt: „Das hat uns gefreut.“ Artist Ricardo, kündigt Frank an, wird auf einem Turm aus Gläsern und Stühlen bis unter die Zeltkuppel steigen und dort im Handstand balancieren.

Vergünstigte Preise

Gestern gab es die erste Vorstellung auf dem Mehrzweckplatz in Bebra. Weitere Vorstellungen sind heute und morgen um 17 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr. Am Sonntag bezahlen Erwachsene vergünstigte Preise. An allen Tagen ist die Tierschau ab 10 Uhr geöffnet. (zmy)

Von Achim Meyer

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