Einblicke für zukünftige Fünftklässler

Tag der offenen Tür: 23-jähriger Valentin Friesen hat Video für Grimm-Schule Bebra gedreht

Valentin Friesen (23) hat eine eigene Produktionsfirma Vale Production und jetzt für die Brüder-Grimm-Schule einen Imagefilm gedreht.
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Valentin Friesen (23) hat eine eigene Produktionsfirma Vale Production und jetzt für die Brüder-Grimm-Schule einen Imagefilm gedreht.

Einen virtuellen Rundgang durch ihre Schule hat die Brüder-Grimm-Gesamtschule in Bebra erstellt.

Bebra – Da die Informationsveranstaltungen für die Viertklässler der Grundschulen coronabedingt ausfallen müssen, hat die Schule nach einem anderen Weg gesucht, sich zu präsentieren. Entstanden ist ein siebenminütiger Film, der zeigt, was die Schule alles zu bieten hat und so den zukünftigen Fünftklässlern einen Einblick verschaffen und die Entscheidung erleichtern soll.

Die Idee dafür hatte Lehrer Thorsten Fuchs. Für die Umsetzung hat er Valentin Friesen ins Boot geholt. Der 23-Jährige war bis 2014 selbst Schüler an der Brüder Grimm Gesamtschule und hat damals schon den Abschlussfilm seines Jahrgangs gedreht. Bereits mit zwölf Jahren habe er sich für Foto- und Videografie interessiert, sagt Friesen. Mit 18 hat er dann seine eigene Produktionsfirma gegründet: Vale Production. Vale ist sein Spitzname. Das Kleingewerbe führt der 23-Jährige alleine. Hauptberuflich macht er ein duales Maschinenbau-Studium. Seine Leidenschaft liegt aber im kreativ-technischen Bereich.

In letzter Zeit hat sich die Fotobox zu seinem Hauptstandbein entwickelt. Die hat er zusammen mit seinem Vater selbst gebaut und ist damit vor allem auf Hochzeiten und runden Geburtstagen unterwegs. Fotoboxen sind Fotoautomaten, die vor allem auf Feiern sehr beliebt sind, um Erinnerungen festzuhalten. Valentin Friesen hat in seine sogar einen Drucker eingebaut, sodass die Gäste ihre Fotos direkt in der Hand halten können. Auch Imagefilme dreht der 23-Jährige oft. Zuletzt zum Beispiel für die Gaststätte Mosebergs in Bebra und jetzt eben auch für seine ehemalige Schule.

Etwa 600 Personen waren insgesamt an dem Film beteiligt, darunter alle Schüler und das gesamte Kollegium. Auch der Hausmeister hatte seinen Auftritt. Valentin Friese hat Regie geführt und die Schüler während ihres Unterrichts aufgenommen. Auch eine kleine Explosion im Chemie-Unterricht ist zu sehen.

Von den Schülern wurde die Aktion gut aufgenommen: „Alle waren begeistern und sind mir hinterhergelaufen, als ich mit der Kamera und der Drohne gefilmt habe“, sagt der 23-Jährige. Das Equipment hat er sich im Laufe der Zeit zusammengekauft. Die Fähigkeiten kamen dann nach und nach über Tutorials im Internet. Vieles habe er auch einfach ausprobiert, sagt Friesen.

Etwa fünf Wochen hat es gedauert, bis der Film fertig war – vom Konzept über die Umsetzung und den Schnitt bis zum fertigen Produkt lag alles in Friesens Hand. Der junge Selbstständige hat in dieser Zeit natürlich nicht kostenlos für die Schule gearbeitet, und bekommt einen Stundenlohn, den er nach Abschätzen des Aufwands selbst festgelegt hat.

Normalerweise können sich die Grundschul-Abgänger bei einem Tag der offenen Tür ein Bild von der Schule machen, bei dem verschiedene Aktionen wie Turnaufführungen, ein Kunstbasar und vor allem viele Gespräche stattfinden. Dort können schon einmal neue Kontakte geknüpft werden – durch die Pandemie fiel das alles in diesem Jahr weg. Schulleiter Manfred Brill bedauert das sehr, freut sich aber, solch eine gute Alternative gefunden zu haben. „So etwas wird sich in Zukunft immer mehr durchsetzen“, sagt er.

Mit seinem jungen Kollegium, das mit den Neuen Medien umzugehen weiß, hat er jedenfalls eine gute Grundlage. Nur die Internetverbindung lasse zu wünschen übrig. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Imagefilm am Montag, 7. Dezember, auf der Internetseite der Brüder-Grimm-Gesamtschule veröffentlicht und dann auch den Grundschulen zur Verfügung gestellt werden.

Von Lea-Sophie Mollus

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