Konferenz geplant

Ummut herrscht in vielen Sportvereinen in Bebra

Größte Sportanlage der Stadt Bebra: Pläne des Bürgermeisters sehen vor, dass der FV Bebra die Biberkampfbahn in seine Regie übernimmt und an die anderen Nutzer vermietet. Die Anschaffung von Aufsitzmähern, mit denen die Vereine selbst mähen sollten, lehnten die Stadtverordneten ab. Archivfoto:  ank

Bebra. Ummut herrscht in vielen sporttreibenden Vereinen in Bebra. Eine Vereinskonferenz soll Abhilfe schaffen. Hier soll mit den ehrenamtlich Tätigen über die künftige Unterstützung seitens der Stadt gesprochen werden.

Hintergrund ist der Zwang der Stadt, zu sparen.

Der Vorschlag einer Vereinskonferenz kam von der SPD-Fraktion, die dafür breite Unterstützung erhielt. Alle Stadtverordneten stimmten in der Parlamentssitzung am Mittwochabend dem Vorschlag zu.

Die Stadt hatte den Vereinen die Nutzungsverträge gekündigt, ohne zuvor mit ihnen zu sprechen. Bürgermeister Uwe Hassl und der Magistrat hatten unter anderem vorgeschlagen, dass die Vereine Aufsitzrasenmäher erhalten und die Anlagen selbst mähen. Der FC Bebra sollte die komplette Verantwortung für die Biberkampfbahn übernehmen, die auch von vielen anderen Vereinen und den Schulen genutzt wird. Die Stadtverordneten hatten dann aber in der Sitzung im März die Bereitstellung des Geldes für die Aussitzmäher abgelehnt.

Alle Parlamentarier waren sich einig, dass die Vereine weiterhin unterstützt werden müssen. Es hagelte deutliche Kritik am Vorgehen des Bürgermeisters. Die Vereine dürften nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden, betonte Christina Kindler (SPD). Sie müssten auch in Zeiten knapper Kassen unterstützt werden. Den Umgang mit Ehrenbürgermeister Horst Groß bezeichnete sie als grenzwertig. Im war unterstellt worden, dass er als Fußballer die Fußballvereine besonders unterstützt hätte. Vereine dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, betonte Kindler. Ihre Arbeit komme der Gemeinschaft zugute.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vereinen dürfe nicht durch „Schnellschüsse aus dem Bürgermeisterbüro“ zerstört werden, sagte Thorsten Bloß (CDU). Feuerwehren, Ortsbeiräte, Sportvereine, Sanitätsdienste - alle seien wichtig und Teil unseres Gemeinschaftslebens. Man dürfe mit Sparmaßnahmen bei den Vereinen nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Bloß sagte, die Jugendarbeit der Sportvereine sei vorbildlich und ein Potenzial, dass man nicht gefährden dürfe.

Uwe Hassl erwiderte auf die Kritik, er stelle nicht das Ehrenamt in Frage. Ziel sei vielmehr die Gleichberechtigung der Vereine. Er habe Verständnis dafür, dass die Vereine ihre Pfründe sichern wollten, erwarte aber Verhandlungsbereitschaft. Nach Kündigung der Verträge mit denVereinen und Ablehnung der Aufsitzmäher durch das Parlament stelle sich nun die Frage, wie es im nächsten Jahr weitergehe.

Es sei eine notwendige Zäsur gewesen, die Verträge zu kündigen, sprang Klaus Reifschneider dem Bürgermeister bei. Nun sei es aber auch genau richtig, mit den Vereinen Gespräche zu führen. Nicht alle Sportvereine könnten gleich behandelt werden, räumte er ein. Die Sportvereine seien aber besonders wertvoll, da sie eine sinnvolle Beschäftigung bieten und beispielsweise vom Besuch von Spielhallen fernhalte. Die Besteuerung von Wettbüros waren zuvor ein Thema der Versammlung gewesen.

Die Vereine dürften nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden, betonte Christina Kindler (SPD). Sie müssten auch in Zeiten knapper Kassen unterstützt werden. Vereinsarbeit komme der Gemeinschaft zugute. Sie verdiene Wertschätzung. Vereine dürften zudem nicht gegeneinander ausgespielt werden - Fußball könne man eben nicht auf dem Schachbrett spielen.

Den Umgang mit Ehrenbürgermeister Horst Groß bezeichnete sie als grenzwertig. Ihm war unterstellt worden, dass er - selbst Fußballer - die Fußballvereine bevorzugt hätte.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vereinen dürfe nicht durch „Schnellschüsse aus dem Bürgermeisterbüro“ zerstört werden, sagte Thorsten Bloß (CDU). Feuerwehren, Ortsbeiräte, Sportvereine, Sanitätsdienste - alle seien wichtig und Teil unseres Gemeinschaftslebens.

Man dürfe mit Sparmaßnahmen bei den Vereinen nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Bloß sagte, die Jugendarbeit der Sportvereine sei vorbildlich und ein Potenzial, das man nicht gefährden dürfe.

Uwe Hassl erwiderte auf die Kritik, er stelle nicht das Ehrenamt in Frage. Ziel sei vielmehr die Gleichberechtigung der Vereine. Er habe Verständnis dafür, dass die Vereine ihre Pfründe sichern wollten, erwarte aber auch Verhandlungsbereitschaft. Auch andere Vereine mähten selbst Rasen.

Nach Kündigung der Verträge mit den Vereinen und Ablehnung der Aufsitzmäher durch das Parlament stelle sich nun die Frage, wie es im nächsten Jahr weitergehe und ob die Verträge verlängert werden sollten.

Es sei eine notwendige Zäsur gewesen, die Verträge mit den Vereinen zu kündigen, sprang Klaus Reifschneider (FWG) dem Bürgermeister bei. Nun sei es aber auch genau richtig, mit den Vereinen Gespräche zu führen. Nicht alle Sportvereine könnten gleich behandelt werden, räumte er ein.

Die Sportvereine seien aber besonders wertvoll, da sie eine sinnvolle Beschäftigung bieten und beispielsweise vom Besuch von Spielhallen fernhalten. Die Besteuerung von Wettbüros waren Thema der Versammlung gewesen.

Lesen Sie mehr in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.