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Verkehrsführung in Bebras Innenstadt ändert sich erneut: Bald beginnt der Kreiselbau

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Von: Clemens Herwig

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Voller Einsatz bei schweißtreibenden Temperaturen: Polier Alexander Damm (42) von der Firma Gebrüder Bommhardt aus Waldkappel (Werra-Meißner) zieht am Dienstagvormittag bei fast 30 Grad im Schatten mit einer Schaufel die Ränder der Asphalttragschicht der Nürnberger Straße dort glatt, wo die Walze schlecht hinkommt.
Voller Einsatz bei schweißtreibenden Temperaturen: Polier Alexander Damm (42) von der Firma Gebrüder Bommhardt aus Waldkappel (Werra-Meißner) zieht am Dienstagvormittag bei fast 30 Grad im Schatten mit einer Schaufel die Ränder der Asphalttragschicht der Nürnberger Straße dort glatt, wo die Walze schlecht hinkommt. © Clemens Herwig

Fast freie Fahrt heißt es ab kommender Woche für Autofahrer in der Bebraer Innenstadt: Die Sanierung der Nürnberger Straße ist nahezu abgeschlossen, in den vergangenen beiden Tagen wurde die Fahrbahn fertiggestellt.

Bebra – Ab Dienstag, 16. August, soll der Verkehr vom Einkaufszentrum be! wieder in Richtung Röse-Kreisel und Hersfelder Straße fließen können – vor der Elch Apotheke allerdings zunächst nur über eine provisorische Fahrbahn.

Dort beginnt dann der Bau eines Kreisverkehrs mit einem Durchmesser von 18 Metern an der Kreuzung zur Apothekenstraße und Bahnhofstraße, die während der Arbeiten mit dem Auto von der Nürnberger Straße aus vorübergehend nicht mehr erreichbar sind. Die Bahnhofstraße kann noch von der Südspange kommend befahren werden, endet vor der Baustelle aber in einer Sackgasse. Die Zufahrt zur Apothekenstraße ist während des Kreiselbaus komplett gesperrt. Spätestens Ende Oktober soll die Baustelle in der Innenstadt endgültig geräumt werden – voraussichtlich werde der neue Kreisel aber sogar schon Ende September fertig, sagt Bauamtsleiter Patrick Schuster.

Seit Ende Februar wurde die Fahrbahn der unteren Nürnberger Straße grundhaft auf 60 Zentimeter Tiefe erneuert. Am Dienstag und Mittwoch brachte die beauftragte Firma Gebrüder Bommhardt aus Waldkappel im Werra-Meißner-Kreis zum Abschluss zunächst die Asphalttragschicht und dann den Straßenbelag auf. Auch die Gehwege und Nebenanlagen sowie die Leitungen für die Straßenbeleuchtung wurden saniert. Fußgänger sind nun auf farbigen Pflastersteinen unterwegs, wie sie auch rund ums Einkaufszentrum zu finden sind.

Ab Dienstag, 16. August, soll der Verkehr vom Einkaufszentrum be! wieder in Richtung Röse-Kreisel und Hersfelder Straße fließen können – vor der Elch Apotheke allerdings zunächst nur über eine provisorische Fahrbahn.
Ab Dienstag, 16. August, soll der Verkehr vom Einkaufszentrum be! wieder in Richtung Röse-Kreisel und Hersfelder Straße fließen können – vor der Elch Apotheke allerdings zunächst nur über eine provisorische Fahrbahn. © HNA

Durch eine Neuordnung der Parkplätze sollen zudem drei bis fünf Autos mehr an der Straße stehen können. Außerdem bekommt die Nürnberger Straße durch Bäume einen Allee-Charakter – gepflanzt wird laut Bauamtsleiter Schuster allerdings erst im Oktober, wenn das Wetter passt.

Durch den neuen Kreisverkehr – es ist der sechste in der Bebraer Kernstsadt – verspricht sich das Bauamt einen besseren Verkehrsfluss, zudem soll ein Unfallschwerpunkt am Bahnhofsvorplatz entschärft werden. Bisher konnten Autofahrer von der Nürnberger Straße in Richtung Südspange fahren, durften dann aber nur rechts abbiegen in Richtung Röse-Kreisel – was regelmäßig ignoriert wurde. Die Einbahnstraßenregelung wird nun dauerhaft umgedreht.

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 676 000 Euro: 90 Prozent des reinen Straßenbaus werden aus der Hessenkasse finanziert, der Bau der Gehwege und Nebenanlagen wird mit 50 Prozent gefördert. (Clemens Herwig)

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