Stadt setzt Bauprojekte und Bach-Renaturierung für 1,5 Millionen Euro um

Rund ums Alte Rathaus Bebra wird gebaut

Das Bild zeigt Bauleiter Rainer Most und Karl-Ludwig Tann vom PLanungsbüro Köhl aus Fulda auf einer Brücke. Unten fließt der  Bebra-Bach.
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Verbesserungen an der Bebra: Die Brücken an der Straße Am Steg werden abgerissen und neu gebaut. Bauleiter Rainer Most (links) und Karl-Ludwig Tann vom Planungsbüro Köhl aus Fulda stehen auf der derzeitigen Brücke für Autofahrer. Dahinter ist der Überweg für Fußgänger und Radfahrer.

Auf einen Schlag werden rund um das Alte Rathaus in Bebra mehrere Projekte umgesetzt.

Bebra - Bis Mitte Dezember sollen ein Teil der Bebra zwischen der Bahngleisunterführung und der Straße Am Steg renaturiert, die dortigen Brücken über den Bach ausgetauscht und bis in die Karlstraße die Kanäle und Leitungen erneuert werden. Am 28. September kommt eine weitere Baustelle hinzu: Die Rotenburger Straße wird zwischen Lindenallee und Karlstraße grundlegend erneuert – inklusive Kanäle. Die Gesamtkosten für die Projekte: rund 1,55 Millionen Euro.

Zum Wochenstart haben die Firma Giebel Bau aus Eiterfeld, die mit der Planung und Bauleitung beauftragt ist, sowie die Stadtwerke und der Abwasserbetrieb die Baustelle vorbereitet. Begonnen wird mit den Kanalarbeiten in der Karlstraße und Am Steg, am Mittwoch wurden bereits die Straßen abgefräst. Ab kommender Woche sollen die derzeit getrennten Brücken für Fußgänger/Radfahrer und den Autoverkehr abgerissen und durch ein gemeinsames Bauwerk für alle Verkehrsteilnehmer ersetzt werden.

An der Bebra stehen noch weitere Veränderungen an: So wird das jetzige Bachbett naturnaher ausgebaut – der Beton soll verschwinden und Steinen weichen. Die steile Wand in Richtung Innenstadt wird zu einer Böschung abgeflacht, erklären Bauleiter Rainer Most und Karl-Ludwig Tann vom Planungsbüro Köhl aus Fulda. Der an der Bebra verlaufende Weg für Fußgänger und Radfahrer wird dafür, bevor es zur Unterführung geht, etwas nach hinten verlegt, soll allerdings ausgebaut und verbreitert werden. Unter der Lindenallee wird er zudem so abgesenkt, dass gro��gewachsene Fahrradfahrer nicht mehr befürchten müssen, sich an der Brücke den Kopf zu stoßen.

Die Karlstraße und Am Steg sind bereits für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ab 28. September ist auch im unteren Bereich der Rotenburger Straße kein Durchkommen mehr. Wer aus der Innenstadt in Richtung Lispenhausen will, fährt dann bis Ende des Jahres über die Anschlussstelle Nord bei der Gärtnerei Dunst auf die Bundesstraße, heißt es aus dem Bebraer Bauamt. Autofahrer aus Richtung Lispenhausen werden über die Abfahrt Süd und die Hersfelder Straße in die Innenstadt geleitet.

In einem zweiten Bauabschnitt soll auch der Rest der Rotenburger Straße folgen, die dann vom Alten Rathaus bis an die Kreuzung zur Kasseler Straße erneuert wird. Start der Arbeiten ist im kommenden Frühjahr. Dann soll vor dem Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt auch ein neuer Kreisverkehr entstehen.

Die Kosten

Die Projekte, die bis zum Jahresende abgeschossen sein sollen, kosten insgesamt rund 1,55 Millionen Euro. Allerdings wird die Rotenburger Straße in zwei Abschnitten erneuert: Derzeit von der Lindenstraße bis zur Einmündung Karlstraße (Kosten für die Stadt: etwa 328 000 Euro) sowie im Frühjahr von dort bis zur Kreuzung Kasseler Straße (rund 772 000 Euro mit Kreisverkehr). Etwa 367 000 Euro kommen von der Verkehrsinfrastrukturförderung GVFG. Für die Projekte Am Steg rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 620 000 Euro. Gefördert wird das Projekt durch den Stadtumbau Hessen mit 400 000 Euro. Die Bebraer Stadtwerke und der Abwasserbetrieb rechnen für die Kanalarbeiten mit Ausgaben in Höhe von rund 600 000 Euro.

Von Clemens Herwig

Kein Betonbett mehr: Die Bebra soll bis zur Bahnunterführung Richtung Mende-Park naturnaher werden.

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