Interview "uff Mackeläärer Platt“

Weiteröder Mundartgruppe lädt zum Nachmittag mit „Schwidden“ ein

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Kehren mit dem Reiserbesen vor der Weiteröder Haustür: s Spekdoagelmensch üssem Rohrwag (von links), Thonhänsen Geer, s Krumi, Jerwölms Hilde, Gassendingsen Hiltrud, Siebalds Ils, Ernsts Elk, Kochs Ewald, Heisen Karl, Wetteraus Karl, Ehrhards Brunhild, s Britta üssem diefen Hoob (rechts neben der Kötze) unn Herwigs Wern. Fuchsen Martina unn Zanks Hild fehlen auf dem Foto.

Weiterode. Der Spruch „So wie es früher war, so wird’s nie wieder!“ ist für die fünfzehn Frauen und Männer der Gruppe „Widdererer Mundoart“ Programm. Damit nicht vergessen wird, wie im alten Weiterode gelebt und geredet wurde.

Am kommenden Sonntag, 10. Mai, 16.30 Uhr, sind all diejenigen, denen ihre Heimat am Herzen liegt, eingeladen, den zweiten von der Gruppe vorbereiteten Mundartnachmittag mit „Schwidden“ und vielen weiteren Überraschungen mitzuerleben. Mit Hilfe von Fotos und selbst in die Gegenwart zurückgeholten, kleinen Mundartstücken werden auf der Bühne von „Ellis Saal“ Geschichten in Szene gesetzt. Außerdem wird musiziert und gemeinsam mit dem Publikum gesungen - ganz so, wie es früher war. Unterstützt werden die Mundartfreunde dabei von den Aktiven des Männergesangvereins und des Mandolinenorchesters Weiterode, die - so viel sei verraten - mit einer Premiere begeistern werden.

Hildegard Thon verrrät im Interview, ob man ohne „Vorkenntnisse“ beim Mundartnachmittag vorbeischauen kann und was das Publikum erwartet:

Hildegard, kann dann omm Soindichnomiddoag jeder beii och gekumm unn gelüss, oder mussme doa erschd dn Führerschein ferr Widdereeder Platt mach? 

Hildegard Thon: Do kann jeder gekomm. Of da Bühne sin genauso Liere wie ungen im Soal, kenne Schauspäler. Die schwätzen so, wies Müll gewossen es, un dos kann jeder vasteh.

Boss hodd dää dann so alles väär? 

Thon: Im erschden Deel vom Programm gehds ims Oarweiden un de Schul. Dovunn vazähld uns da Heisen Karl. Dos es da Ältste vun uns, abber wos da noch all so in sinne Simmelierküül drenn hodd, dos es in kenn Computer. Unse annere Karl vazähld vun de Gäns. Un die Menscher, de Elk un de Ils, die honn Gedichte in da Kipp ewwer de Kermes uns Schloachden - ned vum aalen Goethe, vun sech selwer! Alles annere varrodd ich noch nedd.

Boss machd och dann omm meisden Spass, bann dää ferr soon Nomiddoag iebd? 

Thon: Erschdmo esses schon scheen, wenn me siehd, wie se sech all oangemosterd honn. Da eene in da Manchesterhoos, da annere im ahlen Buernhemd un ech in da Keddelscherz meddem Kobblabben. Wenn dann da Geer n erschden Witz vazähld hodd, dann genn de Schnüdden wie geschmeerd unn mech heerd kenner zu. Bloß wenns Gehaggdeswegg gidd, dann esses ruich. (zwa)

Die Fragen stellte unser Mitarbeiter Wilfried Apel „uff Mackeläärer Platt“. Hildegard Thon antwortete „in Widdererer Mundoart“.

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