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Geldautomat gesprengt - Täter auf wilder Flucht ins Ausland

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Von: Sebastian Schaffner, Nadine Meier-Maaz

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Das Bild zeigt im Vordergrund eine Polizeiabsperrung und dahinter den zerstörten Geldautomaten.
Der Tatort rund um den gesprengten Geldautomaten in Bebra ist weiträumig abgesperrt. © Sebastian Schaffner

In Bebra wird am Mittwoch (02.02.2022) ein Geldautomat gesprengt. Der Schaden ist riesig. Danach beginnt eine halsbrecherische Flucht.

Update vom Mittwoch, 02.02.2022, 19.45 Uhr: Nach der Geldautomatensprengung in Bebra am Mittwochmorgen (02.02.2022) sind die Tatverdächtigen noch immer auf der Flucht. Sie sollen sich „mit einem hohen fünfstelligen Geldbetrag“ in die Niederlande abgesetzt haben, so die Ermittler. Zuvor hatten sich die Kriminellen in einem schwarzen Audi RS 5 (450 PS) eine wilde Verfolgungsjagd mit der örtlichen Polizei geliefert (siehe Erstmeldung vom 02.02.2022, 09.30 Uhr). Gleich drei Hubschrauber waren im Einsatz. Hinter der Grenze übernahmen die niederländischen Kollegen.

Gegen zwei Uhr war das Sparkassenhäuschen am Wiesenweg neben dem Bebra-Kreisel mit einem lauten Knall in die Luft geflogen. Der Geldautomat mit SB-Terminal, der sich an einem Getränkemarktparkplatz befand, ist dabei zerstört worden. Trümmerteile, Splitter und Scherben wurden in einem Radius von mehr als 20 Metern durch die Luft geschleudert. Menschen sind ersten Erkenntnissen zufolge bei der Explosion nicht verletzt worden.

Geldautomatensprengung in Bebra: Zweiter Sprengsatz kontrolliert zur Explosion gebracht

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Polizeipräsidium Osthessen gehen insgesamt von einem Schaden im sechsstelligen Bereich aus. Auch die Fassade des angrenzenden Getränkemarkts ist bei der Explosion beschädigt worden. Spezialisten des Landeskriminalamts fanden am Tatort einen zweiten, nicht detonierten Sprengsatz, der kontrolliert gesprengt wurde.

Erstmeldung vom Mittwoch, 02.02.2022, 09.30 Uhr: Bebra - Nach der Geldautomatensprengung in Bebra hat sich ein Tatverdächtiger eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei quer durch Nordrhein-Westfalen geliefert. Wie die Polizei in Bielefeld am Mittwoch mitteilte, fuhr der Verdächtige nach der Sprengung um kurz nach 2.00 Uhr in einem hochmotorisierten Auto vom Tatort weg. Inzwischen sei er bis in die Niederlande geflüchtet.

In Bebra war in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen zwei Uhr ein Geldautomat an einem Parkplatz am Wiesenweg, neben dem Bebra-Kreisel, gesprengt worden.

Geldautomat in Bebra gesprengt - Verfolgung des Tatverdächtigen mit Hubschraubern

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, die sich auf die Polizei beruft, sei der Tatverdächtige mit einem schwarzen Audi RS5 über Autobahnen und Bundesstraßen unter anderem durch Ostwestfalen gerast. Er sei auf der B64, der A2 und der A30 unterwegs gewesen - zeitweise mit Geschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern. Er habe alle Fahrstreifen inklusive Standstreifen genutzt. Die Polizei habe ihn währenddessen im Blick gehabt und auch drei Hubschrauber eingesetzt.

Geldautomat gesprengt: Verdächtiger jetzt in den Niederlanden

Mittlerweile befinde sich das Fluchtfahrzeug in den Niederlanden, wo die dortige Polizei die Fahndung nun fortsetze, hieß es am Mittag weiter. Der Tatort selbst ist weiterhin weiträumig abgesperrt. Die Polizei sichert Spuren.

Auch Experten des Hessischen Landeskriminalamtes sind im Einsatz. Hierbei konnte ein noch nicht detonierter Sprengsatz an dem Geldautomaten aufgefunden und durch die Sprengstoffexperten gesichert werden. Dieser wurde kurz darauf an einer geeigneten Örtlichkeit kontrolliert gesprengt.

Geldautomat in Bebra gesprengt: Sachschaden laut Polizei im sechsstelligen Bereich

Am Gebäude, in dem sich der Geldautomat befand, sowie der Fassade eines nahe gelegenen Geschäftsgebäudes entstand erheblicher Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich beläuft. Zurzeit ist davon auszugehen, dass die Täter zudem einen hohen fünfstelligen Geldbetrag aus dem Automaten entwendeten, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwochnachmittag mitteilte.

Rund um den zerstörten Geldautomaten liegen Trümmerteile. Im Hintergrund ist der Getränkemarkt zu sehen.
Rund um den zerstörten Geldautomaten liegen Trümmerteile. Die Polizei ist vor Ort. © Sebastian Schaffner

Zeugen, die verdächtige Personen und Fahrzeuge gesehen haben oder Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeistation Bad Hersfeld unter Telefon 06621/932-0 in Verbindung zu setzen. (red/nm)

Rund 1,5 Millionen Euro Schaden gab es vor Kurzem bei einer Explosion in einer Bankfiliale in Vellmar (Kreis Kassel) - die Polizei verfolgt eine heiße Spur.

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