Statt E.ON sind künftig Stadtwerke in Ortsteilen zuständig

Bebra wagt Übernahme des Stromnetzes

Hersfeld-Rotenburg. Bebra vergibt als einzige Kommune im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Konzession für das Stromnetz der elf Ortsteile neu an die Stadtwerke Bebra. Beide Partner unterzeichneten jetzt den Konzessionsvertrag. Die Stadtwerke GmbH war bisher nur für das Stromnetz der Kernstadt zuständig, die E.ON für das der Ortsteile. E.ON hält aber einen Anteil von 20 Prozent an der Stadtwerke GmbH und arbeitet mit seiner Regionalniederlassung in Bebra unter einem Dach mit den Stadtwerken.

Die gute Zusammenarbeit mit der E.ON möchte man auch in Zukunft auf keinen Fall gefährden, betonten Bürgermeister Horst Groß und Stadtwerke-Geschäftsführer Herbert Höttl. Die E.ON-Betriebsstätte samt Arbeitsplätzen wolle man in Bebra behalten. An der bundesweiten Ausschreibung der Konzession für die Übernahme des Stromnetzes der Ortsteile hatten sich sechs Unternehmen beteiligt, neben der E.ON auch die Üwag Fulda.

Die Stadt Bebra setzt mit der Konzessionsvergabe an die Stadtwerke auf die Wertschöpfung vor Ort und kurze Entscheidungswege. Arbeitsplätze sollen in der Stadt gesichert, eventuell neu geschaffen werden. Man hofft zudem auf eine höhere Gewinnausschüttung, falls bei den Stadtwerken durch den zusätzlichen Netzbetrieb höhere Erträge erzielt werden. Mit Gewinnen der Stadtwerke finanziert man in Bebra das Freibad. Durch die 80-Prozent-Beteiligung an den Stadtwerken habe man zudem größeren Einfluss auf die Unternehmenspolitik und die Ausgestaltung des Leitungsnetzes. Von einem einheitlichen Netzgebiet für die gesamte Stadt verspricht man sich verschiedene Vorteile, erklärten Groß und Höttl.

Die Stadtwerke und E.ON verhandeln nun, zu welchen Bedingungen die Übernahme des Netzes vonstatten gehen soll und welchen Wert das Netz hat. ZUM TAGE, SEITE 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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