Stadtverordnete stimmen alle für ZuBRA-Konzept

Beim Handel auf die Innenstadt setzen

Bebra. Den Handelsstandort Bebra als modernen Gegenentwurf zur historischen Altstadtstruktur der Rotenburger Innenstadt gestalten – darin sieht Unternehmensberater Rainer Schmidt-Illguth die Zukunft für Bebras Einzelhandelsentwicklung. Am Donnerstagabend stellte er den Stadtverordneten nochmals die wesentlichen Punkte des interkommunalen Einzelhandelsentwicklungskonzeptes für den so genannten Stadtumbau in Bebra, Rotenburg und Alheim vor.

Das Parlament verabschiedete das Konzept einstimmig. Es war kürzlich – wie berichtet – in der Rotenburger BKK-Akademie erstmals präsentiert worden.

Große Flächen sind zu füllen

Den Handel in der Innenstadt fördern, die Randlagen wie das Gewerbegebiet Süd restriktiv zügeln und einschränken. Kurz gesagt: „Eine Konzentration auf die Achse zwischen Bahnhof und Nürnberger Straße – dort gilt es, große Flächen zu füllen“ – das müsse das Ziel der zukünftigen Entwicklung sein, erklärte Schmidt-Illguth.

„Da gibt es kein Schönreden – die Einzelhandelsstruktur in Bebra ist grenzwertig“, sagte er. Um diese zu verbessern, habe Bebra allerdings die Weichen bereits gut gestellt. Voraussetzung dafür sei, dass Kreisel und Südtangente als Innenstadtumfahrung umgesetzt würden und für die Baufelder in der Innenstadt eine Masterplanung angefertigt werde.

Es sei beruhigend, dass Bebra mit der Stadtsanierung II auf dem richtigen Weg sei, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Holzhauer. Die Zusammenarbeit zwischen Bebra, Rotenburg und Alheim – kurz ZuBRA – sei allerdings noch zuviel ‘BRA’ als ‘Zu’, erklärte er. „Übergreifende Projekte sind noch zu sehr am Dümpeln – wir sollten konsequenter den Weg gemeinsamer Aktivitäten beschreiten“, forderte er.

Nur gemeinsam möglich

Dem widersprach CDU-Fraktionschef Thorsten Bloß: „Die bisherigen Beschlüsse zeigen, dass wir sehrwohl schon bei ‘Zu’ angekommen sind.“ Leerstände in den Innenstädten, die Abwanderung junger Leute, die Altersentwicklung der Bevölkerung – all das könne nur in der Zusammenarbeit angegangen und abgemildert werden, erklärte Bloß.

Besser leben und besser arbeiten in Bebra – das habe man sich vorgenommen, sagte Stefan Engel, Fraktionsvorsitzender von Gemeinsam für Bebra. Es gebe zwar noch ungelöste Baustellen in der Innenstadt wie das ehemalige Kaufhaus Schuhmann, aber mit der neuen Stadtentwicklungsgesellschaft, der Stadtsanierung und dem Verkehrskonzept sei der Grundstein für eine positive Entwicklung gelegt.

Bei allem Engagement für die Innenstadt-Förderung dürfe man aber bitte die Menschen auf den Dörfern nicht vergessen, mahnte Karl-Heinz Lückert von der CDU. „Lassen Sie uns mit ZuBRA auf den Dörfern nicht allein“, forderte er.

Von Peter Gottbehüt

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