Schwimmen am Heinebacher Schlachtschiff

Bekommt Alheim einen Badesee? Bürgermeister schlägt Baggerloch als Standort vor

Das Heinebacher Baggerloch ist durch den Schlachtschiff-Biergarten von „Kapitän“ Christian Pahlke (links) schon jetzt eine Attraktion. Die würde Bürgermeister Jochen Schmidt (rechts) gerne als Badesee ausbauen.
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Das Heinebacher Baggerloch ist durch den Schlachtschiff-Biergarten von „Kapitän“ Christian Pahlke (links) schon jetzt eine Attraktion. Die würde Bürgermeister Jochen Schmidt (rechts) gerne als Badesee ausbauen.

Der See am Alheimer Schlachtschiff soll zum Badegewässer ausgebaut werden – das schlägt Bürgermeister Jochen Schmidt vor.

Heinebach – Das Thema Baden ist in Alheim durch den Niederellenbacher See in den Blickpunkt gerückt. In der Diskussion um die Zukunft des ehemaligen Gipsbruches war deutlich geworden, dass es in der Gemeinde das Bedürfnis nach einer Möglichkeit zum Schwimmen, Planschen und Abkühlen gibt. Weil das in Niederellenbach wohl nicht erlaubt wird, hat man sich in der Verwaltung nach Alternativen umgesehen. Der See in Heinebach, nur rund 700 Meter von Niederellenbach entfernt, sei mit Abstand der geeignetste Ort zum Baden, sagt Bürgermeister Schmidt.

Das Baumanagement Rotenburg-Alheim hat die Seen auf dem Gemeindegebiet untersucht und auch schon signalisiert, dass das Baden im Heinebacher Baggerloch grundsätzlich möglich wäre – wenn zuvor die Wasserqualität verbessert wird. Das soll mit gezielten Bepflanzungen gelingen, unter anderem mit Seerosen und Schilf. Schmidts Vorschlag ist noch nicht in Stein gemeißelt und es gibt ihn in verschiedenen Varianten. Die wurden im Gemeindevorstand schon vorgestellt, werden derzeit in Vorplanungen des Baumanagements weiter ausgefeilt und sollen im Heinebacher Ortsbeirat und in der Gemeindevertretung erläutert werden.

Die kleinste Lösung wäre eine Badestelle. Äußerlich würde sich dabei am Baggerloch nicht viel ändern, im Wesentlichen wäre das ein „Steg zum Reinspringen“, erklärt Schmidt. Dafür müsse der See sogar etwas verkleinert werden. Neue Parkplätze wären dann nicht nötig. Außerdem wäre ein Badesee in einer kleineren und in einer größeren Version möglich. Letztere kann schon als echte Badeseeanlage beschrieben werden.

Bürgermeister Schmidt: „Angebot wie am Breitenbacher See“

Denkbar und realistisch umsetzbar wären laut Schmidt ein Badestrand, ein Nichtschwimmer-Bereich, einer für Schwimmer und ein naturbelassener Teil. Auch das Angeln würde weiterhin möglich sein. Ebenso könnten Parkplätze gebaut und Wohnmobilstellplätze eingerichtet werden. Für diese Pläne wäre eine Badeordnung notwendig, eine Badeaufsicht aber nicht, erklärt der Bürgermeister. „Ich bin schon im Wahlkampf darauf angesprochen worden, dass man in Alheim gerne eine Bademöglichkeit hätte. Wir streben an, den Bürgern ein Angebot wie am Breitenbacher See oder in Beiseförth zu machen.“

Gastronomie gibt es am Heinebacher Baggerloch ohnehin schon. Der Schlachtschiff-Kapitän Christian Pahlke findet Schmidts Idee gut. Der Badestrand solle aber möglichst nicht direkt am Biergarten sein, damit es dort nicht zu laut wird. „Ich freue mich, dass ich in die Überlegungen einbezogen werden“, sagt Pahlke.

Für die große Lösung müsse die Kommune die Anrainer rund um den See gewinnen, der laut Schmidt in Gemeindeeigentum ist. Dabei geht es um elf Parzellen. Den Besitzern wolle die Gemeinde Tauschflächen anbieten. Einer davon ist Ortsvorsteher Thilo Frankfurth, der die Ideen des Bürgermeisters grundsätzlich auch befürwortet. „Das würde Alheim und Heinebach attraktiver machen“, sagt er. Er weist aber auch darauf hin, dass das Baggerloch im Hochwassergebiet liegt und dass die Herstellung eines Badesees auch ein Kostenfaktor sei. Er selbst werde seine Parzellen zur Verfügung stellen, wenn die Gemeindevertretung sich für Schmidts Idee entscheidet.

Der Bürgermeister legt Wert darauf, dass es sich bei den Vorschlägen erst einmal nur um Entwürfe handelt, die in den politischen Gremien der Gemeinde konkretisiert werden sollen. Die Ideen sollen nun zunächst in der Heinebacher Ortsbeiratssitzung am Montag und dann in der Gemeindevertretersitzung am 7. September vorgestellt werden. Heinrich Wacker vom Baumanagement wird sie erläutern. Eine Abstimmung käme erst zu einem späteren Zeitpunkt. (Christopher Ziermann)

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