Fast 30 Paare mehr als im Vorjahr haben sich 2016 in Bad Hersfeld trauen lassen, nämlich 159

Besondere Locations sind gefragt: Hochzeitstourismus auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg

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Beliebte Location: Auf Schloss Neuenstein lassen sich viele "Auswärtige" trauen. Im Sommer 2016 drehte dort auch Sat.1 für die Sendung "Hochzeit auf den ersten Blick". Ramona Zenker und Stephan Fast entpuppten sich als Traumpaar. Das Ja-Wort gaben sie sich vor der Neuensteiner Standesbeamtin Diana Bertram.

Hersfeld-Rotenburg. Fast 30 Paare mehr als im Vorjahr haben sich 2016 in Bad Hersfeld trauen lassen, nämlich 159. Die Kreisstadt hat nicht nur die meisten Einwohner, sondern ist auch bei der Zahl der Hochzeiten klarer Spitzenreiter, wobei längst nicht mehr jeder in seiner Heimatstadt oder -gemeinde Ja sagt.

Ebenfalls mehr Eheschließungen als zuletzt wurden im vergangenen Jahr in Bebra (+8), Heringen und Friedewald (je +9) sowie in Philippsthal (+1) registriert.

In Rotenburg und Ludwigsau gab es im Zweijahresvergleich jeweils eine Trauung weniger. „Die Zahlen bei uns sind in den vergangenen Jahren relativ konstant gewesen“, erläutert Birgit Utermöhlen vom Rotenburger Standesamt, wenngleich es zumindest von 2014 auf 2015 mit zehn Trauungen mehr einen größeren Sprung gab.

Besonders auffällig ist im Übrigen der Vergleich mit den Jahren 1986, 1996 und 2006. Vor 30 Jahren wurden nicht nur in Rotenburg mit fast doppelt so vielen Eheschließungen, sondern mit Ausnahme von Bad Hersfeld auch in den meisten anderen Kommunen weitaus häufiger geheiratet als heutzutage. Immerhin zehn Paare weniger wurden 2016 von den Standesbeamten in Neuenstein getraut. Fast alle Eheschließungen dort finden inzwischen auf Schloss Neuenstein statt, wobei ein Großteil der Ehewilligen von außerhalb kommt.

Von „Hochzeitstourismus“ spricht auch der Philippsthaler Standesbeamte Ulf Schank. Claudia Thomas aus Friedewald traut in der Wasserburg oder im Schlosspark ebenfalls viele Auswärtige. Locations abseits der Trauzimmer im Rathaus werden immer beliebter. Um wenige Euro gestiegen sind zum 6. Januar übrigens die Kosten für die reine Eheschließung, bei denen sich die Kommunen im Kreis nach der allgemeinen Gebührenordnung richten – mit nun 42 statt 40 Euro zu den normalen Öffnungszeiten und sonst 63 statt 60 Euro. (nm)

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