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Betrug über Messenger-Dienst: Eiterfelder überwies Geld an Kriminelle

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Von: Christine Zacharias

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Symbolbild: Betrüger nutzen jetzt auch den Messenger-Dienst WhatsApp für den sogenannten Enkeltrick.
Symbolbild: Betrüger nutzen jetzt auch den Messenger-Dienst Whatsapp. © Arno Burgi/dpa

Mehrere WhatsApp-Nachrichten, die angeblich von seiner Tochter stammten, haben einen Eiterfelder so in Sorge versetzt, dass er schließlich einen vierstelligen Betrag an einen Betrüger überwies.

Eiterfeld – In den Nachrichten wurde in der Zeit zwischen Dienstag und Mittwoch, 29. und 30. März, behauptet, dass das Handy seiner Tochter defekt sei, dass sie aber dringend Bankgeschäfte über das Mobiltelefon erledigen müsse. Der Eiterfelder wollte seiner Tochter helfen und überwies das Geld, wurde dann aber doch misstrauisch und ging zur Polizei.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei: Aktuell geben sich Trickbetrüger häufiger über Messenger-Dienste als nahe Verwandte beziehungsweise Angehörige aus. Die Betrüger schreiben ihren späteren Opfern eine Kurznachricht, in der sie sich als nahe Verwandte oder Bekannte ausgeben, deren altes Handy kaputt gegangen sei. Gleichzeitig behaupten die Schwindler, dass die angezeigte und den Opfern bisher unbekannte Rufnummer die neue Erreichbarkeit des Angehörigen sei.

Aufgrund des defekten Mobiltelefons könne der Verwandte nun nicht mehr auf sein Online-Banking zugreifen, müsse aber eine dringende Terminüberweisung durchführen. Er bitte daher um eine vorübergehende finanzielle Unterstützung, indem die potentiellen Opfer diese Überweisung an einen ihnen unbekannten Empfänger durchführen sollen. Die Forderungen belaufen sich nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei zumeist auf einem niedrigen vierstelligen Betrag. (red/zac)

Das rät die Polizei

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon oder über   Messenger Dienste nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter/ Verwandter, Bankangestellter oder Polizeibeamter  beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen  nicht erkennen.

Speichern Sie nicht automatisch vermeintlich „neuen“ Rufnummern  von Kontakten ab. Versuchen Sie erst die Personen unter en  Ihnen bekannten, „alten“ Telefonnummern zu kontaktieren.

Legen Sie einfach den Telefonhörer auf und beenden sie Kontakte  über soziale Netzwerke, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten  Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.

Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potentiellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren. Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl bieten Trickbetrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Gut informierte Menschen lassen sich nicht so leicht verunsichern und können entsprechende Situationen richtig einschätzen. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren. Informationen zum Trickbetrug finden Sie auf der Internetseite senioren-sind-auf-zack.de (red/zac)

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