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Bikepark in Friedewald soll um neue Strecke erweitert werden

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Platz für noch mehr Radspaß: Auf dem Areal im Hintergrund will Carsten Roppel (rechts) die neue Strecke modellieren lassen. Unser Bild zeigt den Bikepark-Betreiber mit (von links) Jörg Winges vom Giant Store Bad Hersfeld, der die Anlage mit Leihrädern unterstützt, Johanna Manns vom Regionalforum, Landrat Torsten Warnecke (Landrat) und Bürgermeister Julian Kempka.
Platz für noch mehr Radspaß: Auf dem Areal im Hintergrund will Carsten Roppel (rechts) die neue Strecke modellieren lassen. Unser Bild zeigt den Bikepark-Betreiber mit (von links) Jörg Winges vom Giant Store Bad Hersfeld, der die Anlage mit Leihrädern unterstützt, Johanna Manns vom Regionalforum, Landrat Torsten Warnecke (Landrat) und Bürgermeister Julian Kempka. © Jan-Christoph Eisenberg

Carsten Roppel aus Friedewald betreibt auf einer ehemaligen Deponiefläche den Bikepark „Wolftrails“. Jetzt soll er um eine Strecke erweitert werden.

Friedewald – Knapp eineinhalb Jahre ist es her, dass Carsten Roppel den Bikepark „Wolftrails“ auf der ehemaligen Deponiefläche seiner Firma für Erdarbeiten und Baustoffrecycling in Friedewald eröffnet hat.

„Die Hälfte unseres Publikums ist unter 18 Jahre alt. Die Jugendlichen wollen vor allem Air-Time – also am liebsten beide Räder in der Luft“, lautet das Fazit des Unternehmers nach den ersten Betriebsmonaten.

Von den insgesamt fünf Strecken unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade in der Freizeitanlage werde dementsprechend die sogenannte Jumpline besonders stark frequentiert – ein Kurs mit drei Startrampen und mehreren Sprungschanzen, welche den Mountainbikern das Abheben ermöglichen.

Geübten Fahrern fehle dort inzwischen allerdings die Herausforderung, hat Roppel, der selbst begeisterter Mountainbiker und Rennradfahrer ist, festgestellt. Deshalb nimmt der Betreiber nun die erste von mehreren möglichen Erweiterungen der Anlage ins Visier: Am östlichen Hang des abgedeckten Deponiehügels soll eine zweite Jumpline mit rund 150 Metern Länge, separatem Starthügel und insgesamt sechs Sprüngen entstehen. Die tragen Namen wie Table, Step Up, Step Down oder Table Hip und sind laut Roppel größer, weiter dimensioniert und damit für die Nutzer spektakulärer als die Sprünge der bisherigen Jumpline.

Der anspruchsvollste „Drop“, also Abwärtssprung, erwartet die Nutzer dabei gleich am Anfang. Das soll zugleich Ungeübte davon abhalten, sich auf die Strecke zu begeben, berichtet der Unternehmer.

Den Bau wird wieder die auf den sogenannten Action-Sport spezialisierte Firma Schneestern aus dem Allgäu übernehmen, die bereits die übrigen Strecken des Bikeparks modelliert hat. „Dafür braucht es viel Erfahrung, ein guter Baggerfahrer allein reicht da nicht aus“, verdeutlicht Carsten Roppel. Sofern Wetter und Bodenverhältnisse es zulassen, sollen die Arbeiten im Februar oder März beginnen. Carsten Roppel rechnet mit einer Bauzeit von etwa drei Wochen. Rechtzeitig zu Saisoneröffnung im April wäre die neue Strecke damit fertig. Die Gesamtkosten für die Erweiterung betragen voraussichtlich rund 87 900 Euro. Mit 25 000 Euro aus dem Regionalentwicklungsprogramm Leader unterstützen die Europäische Union und das Land Hessen das Vorhaben. Einen entsprechenden Förderbescheid überreichte Landrat Torsten Warnecke (SPD) am Freitag.

Die Erweiterung der Anlage sei eine sinnvolle Ergänzung des Freizeit- und Tourismusangebots in der Region, betonte Johanna Manns vom Regionalforum Hersfeld-Rotenburg, das die Umsetzung des Förderprogramms koordiniert. Der Bikepark-Name „Wolftrails“ ist laut Carsten Roppel an den historischen Flurnamen „Wolfstall“ des Areals angelehnt, auf dem sich das ehemalige Steinbruch- und Deponiegelände befindet. (Jan-Christoph Eisenberg)

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