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Bilanz der Polizei vom Kontrolltag in Kirchheim

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Von: Laura Hellwig

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Polizisten laufen zwischen Lkws entlang
Kontrollen von Schwerlasttransporten in Kirchheim. © TV News Hessen

Bei einem großen Kontrolltag der Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste des Polizeipräsidiums Osthessen wurden insgesamt 58 Fahrzeuge und Fahrzeug-Gespanne sowie 66 Personen überprüft.

Kirchheim – Bei den Kontrollen mussten bei insgesamt 31 betroffenen Personen Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet werden. Dieses Ergebnis teilte die Polizei im Nachgang des Aktionstages, der auf dem SVG-Autohof in Kirchheim stattfand, in einer Pressemitteilung mit.

Der Schwerpunkt der Kontrollen lag auf Gefahrgutkontrollen. Anlass hierfür seien mehrere Verkehrsunfälle mit beteiligten Gefahrguttransporten auf den osthessischen Autobahnen in der jüngeren Vergangenheit gewesen.

Neben Beamten der Kontrollgruppe Schwerverkehr des Polizeipräsidiums Osthessen beteiligten sich an der Großkontrolle auch Beamte der Polizeipräsidien Mittel- und Nordhessen sowie der Bundespolizei. Ebenfalls beteiligt waren das Bundesamt für Güterverkehr, der Zoll sowie Vertreter der Regierungspräsiedien Kassel und Gießen. Insgesamt waren 36 Personen an den Kontrollen beteiligt.

Durch die Teilnahme verschiedener Organe konnten alle denkbaren Teilbereiche einer Verkehrskontrolle abgebildet werden: Von der Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten, über die Einhaltung zulässiger Abmessungen, Gewichte und Achslasten, Ladungssicherungskontrollen, Kontrollen der Fahrzeugtechnik, Überprüfung des Fahrpersonals und der mitgeführten Dokumente, bis hin zur Schwerpunktsetzung, der Kontrolle der Einhaltung gefahrgutrechtlicher Vorgaben.

Es wurden insgesamt sechs Gefahrgutzüge kontrolliert. Drei Sattelzügen und einem Lkw musste wegen erheblicher Verstöße gegen die Vorgaben zur Handhabung und Verstauung der Gefahrgüter vorübergehend die Weiterfahrt untersagt werden.

Bei zwei Transporten war die Sicherung der gefährlichen Güter derart mangelhaft, dass ein Freiwerden der Stoffe und auch mögliche Ladungsverluste bei verkehrsüblichen Fahrzuständen zu befürchten gewesen wären. Diese beiden Gefahrguttransporte wurden daher mit polizeilichen Sicherungsmitteln versehen, um eine Weiterfahrt wirksam zu unterbinden.

Durch Fachfirmen wurden diese Transporte umgeladen und die gefährliche Fracht sachgerecht nachgesichert. Die Weiterfahrt wurde erst am Folgetag, erfolgter polizeilicher Abnahme, erlaubt. Ein Fahrzeugführer aus dem benachbarten europäischen Ausland musste zur Sicherung des Ordnungswidrigkeitenverfahrens einen hohen dreistelligen Betrag als Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Bußgeldbeträge für verschiedenste gefahrgutrechtliche Pflichtenträger, wie etwa Absender, Verpacker, Verlader, Fahrzeugführer und Beförderer, werden im Nachgang der Kontrolle erhoben und liegen insgesamt im hohen vierstelligen Bereich.

Über den Kontrollschwerpunkt Gefahrgut hinaus festgestellte Verstöße wurden als Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gestellt. Die Summe der hier zur erwartenden Bußgelder liegt laut Polizei zusammen im fünfstelligen Bereich. Auch hier musste neun Fahrzeugen oder Gespannen die Weiterfahrt kurzfristig untersagt werden.

Aus der erneut hohen Beanstandungsquote bei dieser Kontrolle schlussfolgert die Polizei einen Bedarf gleichgelagerter Kontrollmaßnahmen in der Zukunft, heißt es abschließend. (red/lah)

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