Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr bleibt gelassen

Bilanz der Wintereinsätze in Hersfeld-Rotenburg: „Rettungskräfte hatten alles im Griff“

Bad Bild zeigt im Schnee stehende Lkw auf der A4 zwischen den Anschlussstellen Wildeck-Obersuhl und Wildeck-Hönebach.
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Nichts ging mehr auf der A4 bei Wildeck: Zwischen den Anschlussstellen Wildeck-Obersuhl und Wildeck-Hönebach staute sich bis Dienstagfrüh der Verkehr auf schneeglatter Fahrbahn.

Eine positive erste Bilanz zieht der Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit Blick auf die Wintereinsätze.

Hersfeld-Rotenburg – Winter extrem: Viel Schnee, eisige Kälte und lange Staus auf den Autobahnen im Kreisgebiet. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Gefahrenabwehr, DRK und THW sind im Dauereinsatz. Trotzdem bleibt der Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr beim Landkreis Thorsten Bloß gelassen: „Wir haben alles im Griff, die Hauptstraßen sind inzwischen geräumt, die Rettungsfahrzeuge haben Schneeketten“. Trotz des starken Wintereinbruchs sei dies noch längst kein Katastrophenfall, beruhigt Bloß.

Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger, der eine lange Nacht hinter sich hat, lobt den Einsatz der Hilfskräfte im Mega-Stau auf der A4. „Es hat alles gut geklappt, auch wenn ein solcher Einsatz für uns nicht alltäglich ist und es sehr mühselig war, von Auto zu Auto zu gehen, um die feststeckenden Insassen zu versorgen“, sagt er. Auch einem medizinischen Notfall im Stau konnte geholfen werden. „In solchen Fällen fahren die Rettungsfahrzeuge in Gegenrichtung auf die Autobahn.“ Trotzdem mahnt er erneut, unbedingt immer einer Rettungsgasse freizuhalten, denn sonst kommen die Hilfskräfte nicht durch.

Auch nicht die Schneeräumfahrzeuge. Die extremen Witterungsverhältnisse stellen den Winter- und Räumdienst der Straßenmeistereien von Hessen Mobil vor eine große Aufgabe, auf die sie jedoch gut vorbereitet sind, teilt die Verkehrsbehörde mit. „Unsere Mitarbeitenden sind auf alle Szenarien eingestellt, die im Winter eintreffen können. Daher hat uns weder die eisige Kälte noch der extreme Schneefall kalt erwischt“, sagt Thomas Hoppe, der die Straßenmeistereien Bad Hersfeld und Rotenburg leitet.

Gemeinsam decken die beiden Meistereien den Winterdienst für alle Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ab. Das entspricht einem Gesamtstraßennetz von knapp 670 Kilometern.

Auch die Polizei zieht eine insgesamt positive Bilanz des Einsatzes an der Winterfront. „Wir hatten nur eine geringe Zahl von Verkehrsunfällen, die meisten Autofahrer verhalten sich sehr vernünftig und sind vorsichtig unterwegs“, sagt ein Polizeisprecher aus Fulda. (kai)

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