2015 zwischen 60 und 70 Prozent, deren Eltern Geringverdiener oder langzeitarbeitslos waren

Bildungspaket kommt noch nicht bei allen Kindern im Kreis an

Hersfeld-Rotenburg. Immer noch nehmen die Eltern vieler Kinder, die Anspruch auf Geld aus dem Bildungspaket hätten, diese Beihilfe nicht in Anspruch. Allerdings profitierten im Jahr 2015 zwischen 60 und 70 Prozent der Kinder im Kreis Hersfeld-Rotenburg, deren Eltern Geringverdiener oder langzeitarbeitslos waren, vom Bildungspaket.

Die Ausgaben des Landkreises für das Bildungspaket steigen von Jahr zu Jahr: 277 000 Euro waren es 2014 allein für die Kinder Langzeitarbeitsloser, der größten Gruppe, die hier Ansprüche hat.

Ein Jahr später flossen schon 305 000 Euro in die Förderung der Kinder aus diesen Familien. Das erklärten die Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Elke Künholz und Fachdienstleiter Michael Apel.

Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket hatten 2015 etwa 1900 Kinder von Hartz IV- und Sozialhilfeempfängern. Außerdem können Eltern, die Wohngeld und Kinderzuschlag erhalten, die Beihilfe für ihre Kinder beantragen. Für über 400 Jungen und Mädchen ist das auch passiert. Wie viele anspruchsberechtigt wären, aber keine Leistungen beantragen, wird dem Landkreis von der Arbeitsagentur nicht mitgeteilt.

Das Bildungspaket kommt in kleinen Häppchen von sieben Teilleistungen und in Form von Beihilfen den bedürftigen Kindern zugute. Mit dem Gesetz können nun auch Kinder Nachhilfe bekommen, deren Eltern sich dies zuvor nicht leisten konnten. Sehr zu begrüßen ist laut der Sozialdezernentin auch der – allerdings mit zehn Euro pro Monat gedeckelte Betrag – für Musikunterricht oder den Fußballverein. Die Teilnahme an Klassenfahrten ist für Kinder von Geringverdienern mit dem Bildungspaket nun kein Problem mehr.

Künholz und Apel sind sich einig, dass das Bildungspaket insgesamt ein gutes Instrument ist, einige Regelungen aber sehr bürokratisch sind. (ank)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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