Müllabholzweckverband hebt Gebühren an – Neuer Betriebshof für 2011 in Planung

Bioabfall wird teurer

Bebra / Ronshausen / Rotenburg. Haushalte in Bebra, Ronshausen und Rotenburg müssen künftig mehr für die Entsorgung ihres Biomülls bezahlen. Bei seiner Verbandsversammlung hat der Müllabholzweckverband (MZV) beschlossen, die Gebühren um 30 Prozent zu erhöhen.

Eine 60-Liter-Tonne kostet ab Januar 2011 24 Euro statt bisher 18 Euro pro Jahr. Analog dazu steigen die Gebühren für eine 120-Liter-Tonne von 36 auf 48 Euro sowie für eine 240-Liter-Tonne von 72 auf 96 Euro.

Zu der Gebührenerhöhung habe es keine Alternative gegeben, sagte der stellvertretende MZV-Vorsitzende Hartmut Grünewald. Über vier Jahre seien die Gebühren konstant geblieben. Doch Biomüll werde von den Verbrauchern immer besser angenommen, was für den MZV einen größeren Aufwand, also auch häufigere Leerungen, bedeute.

Eine Leerung für 75 Cent

Trotz der Erhöhung um etwa ein Drittel seien die Gebühren immer noch in einem verträglichen Rahmen, sagte Grünewald. Umgerechnet koste eine Leerung einer 60-Liter-Tonne nun 75 Cent. Das sei immer noch günstig, sagte Grünewald. „Dagegen kann eigentlich keiner etwas sagen.“

Das Wirtschaftsjahr 2009 hat der MZV mit einem Überschuss von 49 000 Euro abgeschlossen. Nach Beschluss der Verbandsversammlung solle das Geld in die Gewinnrücklage fließen. Möglich sei der Überschuss durch niedrigere Kosten bei der Entsorgung von Restabfall sowie höhere Erlöse beim Altpapier.

Investition 1 Mio. Euro

Für 2011 kalkuliert der MZV mit einem Überschuss von 12 290 Euro. Dabei steht eine große Investition ins Haus. Im kommenden Jahr soll ein neuer Betriebshof nahe der B 83 am Rande von Bebra entstehen. Laut Grünewald will der MZV dafür etwa eine Million Euro investieren.

Das Grundstück an der Philipp-Reis-Straße soll zunächst gekauft werden und im kommenden Jahr als Betriebshof umgebaut und damit auch für die Fahrzeuge des MZV nutzbar gemacht werden. Dazu gehört laut Planung ein Ölabscheider und ein Waschplatz. Eine Halle existiere auf dem Grundstück bereits. Ein weiteres Verwaltungsgebäude solle noch hinzukommen.

Bisher behelfe sich der MZV mit Kapazitäten auf dem Bauhof der Stadt Bebra. Doch der Platz reiche bei weitem nicht mehr aus. Die Verwaltung sei im Rathaus untergebracht. Nach Plan solle der Betriebshof auch als Annahmestelle genutzt werden.

„Die Vorplanung steht“, sagte Grünewald. Wenn alles glatt läuft, könnte der Betriebshof bereits im Laufe des kommenden Jahres fertig werden. (clm)

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