Neujahrsempfang - Lüdtke: Krisenkosten landen bei Kommunen

Ein bisschen Frust bei aller Feierlaune

Baumbach. Der Alheimer Neujahrsempfang hat Tradition und wird, so scheint’s, immer beliebter. Denn der Saal des Baumbacher Bürgerhauses war am Mittwochabend rappelvoll.

Die Alheimer und ihre Gäste folgten interessiert dem bunten Mix aus Musik, Sport, Ehrungen, Rück- und Ausblick sowie einem Vortrag von Professor Rainer Meyfahrt, der zum Nachdenken anregte. Für einen der Ehrengäste geriet der Empfang zur Premiere: Die neue Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz appellierte an die Alheimer, sich gesellschaftlich einzumischen, denn: „Die Zeit der Politik am grünen Tisch ist vorbei. Wir müssen gemeinsam neue Wege gehen.“

Deutscher Solarpreis

Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke zog für seine Gemeinde eine positive Bilanz - auch in Zeiten der Wirtschaftskrise. Er erinnerte an neue Betreuungsmodelle in den heimischen Kindergärten und der Grundschule, an die energetische Sanierung der Heinebacher Kindertagesstätte, die denn auch prompt mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet worden ist. Lüdtke wies zudem auf die Klimaschutzbemühungen in Alheim hin und freute sich über den Zuwachs an Arbeitsplätzen bei der örtlichen Kirchner Solar Group.

Der Bürgermeister kritisierte, wie die Politik mit der Wirtschaftskrise umgehe: Die Kosten würden von oben nach unten durchgereicht, am Ende stünden die Kommunen, die zudem noch unter der Regulierungswut der Ministerien zu leiden hätten. Allein die erzwungene Umstellung des kommunalen Haushaltsplanes auf das doppische Modell hätten die Gemeinde 256 000 Euro gekostet. Das sei „wie Geld verbrennen“.

Von Silke Schäfer-Marg (Text und Fotos)

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