BKK-Akademie in Rotenburg feiert 40-jähriges Bestehen

Er leitet die BKK-Akademie: Geschäftsführer Markus Buhrmann.

Rotenburg. Seit 40 Jahren gibt es die BKK-Akademie in Rotenburg. Das wurde am Freitag mit einem Festakt in der Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtung für Krankenkassen-Mitarbeiter gefeiert.

Es war ein Geschäft nach Nordhessen-Art und wurde zum Glücksfall für die Stadt Rotenburg: Vor über 40 Jahren reiste der damalige Bürgermeister Adam Stephan nach Essen zum Bundesverband der Betriebskrankenkassen und bot dort ein Grundstück am Alten Feld für den Bau der künftigen Bundesschule an - zum Nulltarif.

Rotenburg, das mit Kassel und Bebra um den Standort der neuen Bildungseinrichtung mit bundesweitem Einzugsgebiet konkurrierte, erhielt so den Zuschlag. An diese Geschichte erinnerte Bürgermeister Christian Grunwald und erwähnte auch die Namen, die der Volksmund dem Gebäude gab. „Gelbe Schule“ oder „Chinesische Botschaft“ wurde die Einrichtung wegen ihres damaligen kräftig-gelben Anstrichs genannt.

Grunwald wie auch CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt betonten die Bedeutung der Akademie für Rotenburg als Wirtschaftsfaktor. Für Krankenkassen herrschten bewegte Zeiten mit strukturellen Veränderungen, meinte Grunwald. Umso wichtiger sei die Qualifizierung von deren Mitarbeitern, damit sie sich am Markt positionieren könnten. Das leiste die BKK-Akademie, deren Lehrende einen hervorragenden Ruf hätten.

Bärbel Bas, parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und von 1991 bis 2009 in unterschiedlichen Positionen mit der Akademie verbunden, sprach von einem Umbruch bei den gesetzlichen Krankenversicherungen, dem durch Aus- und Fortbildung Rechnung getragen werden müsse.

Die Bedürfnisse der Patienten hätten sich gewandelt. Heute seien sie besser informiert, stellten andere Fragen und forderten individuelle Betreuung durch ihre Krankenkassen. Sie ließen sich nicht mit Standardantworten von einer Hotline abspeisen. Um dies zu erfüllen, bedürfe es hoher Qualität bei der Aus- und Weiterbildung.

Akademie-Geschäftsführer Markus Buhrmann wies darauf hin, dass schon jetzt Bildungsangebote entwickelt werden müssten, die in 15 Jahren benötigt werden. Künftig gehörten auch andere Personenkreise zu den Auszubildenden, nämlich Quereinsteiger und Migranten, auf die man eingehen müsse. Zu den Zukunftsaufgaben gehöre für die BKK-Akademie auch der Erhalt der optimalen Lehr- und Lernbedingungen durch Investitionen.

Von Silke Schäfer-Marg

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