Leer stehende Immobilie soll kernsaniert werden

Boardinghouse geplant: Perspektive für den „Schlitzer Hof“ in Niederaula

Das Bild zeigt den Schlitzer Hof in Niederaula direkt an der B 62 gelegen.
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Der „Schlitzer Hof“ in Niederaula: Das leer stehende Gebäude direkt an der B 62 hat einen Eigentümer, der in erster Linie Wohnraum für gewerbliche Interessenten schaffen möchte.

Aus dem derzeit leer stehenden „Schlitzer Hof“ in Niederaula direkt an der Bundesstraße 62 soll ein sogenanntes Boardinghouse werden.

Niederaula – Bereits im vergangenen Jahr sollte der „Schlitzer Hof“ in Niederaula wieder zu einem Hingucker werden (wir berichteten). Doch Corona ist Investor Robert Talevski, Geschäftsführer der Firma Rota Immobilien, aus Bad Hersfeld dazwischen gegrätscht. Zurzeit ruhen die Bauarbeiten in und an dem Objekt mit den weiß-roten Fensterläden in der Ortsmitte von Niederaula.

Das Gebäude an der zentralen Kreuzung der Hauptstraße mit der Ziegenhainer Straße ist in der Vergangenheit aber lange auch eine Problemimmobilie gewesen. Das einst renommierte Hotel und Restaurant ist schon lange geschlossen, ein früherer Käufer des Hauses zahlte nicht. Doch jetzt gibt es für den „Schlitzer Hof“ wieder eine Perspektive: Der neue Eigentümer will mit dem Haus in zentraler Lage an den Autobahnen A 7 und A 4 Wohnraum schaffen, der hauptsächlich vom regionalen Gewerbe für Mitarbeiter angemietet werden kann. Am liebsten wäre es dem Eigentümer, wenn er die Immobilie nach der Grundsanierung an einen Interessenten verpachten könnte.

„Wenn ich eine Idee habe, ziehe ich sie durch“, sagt Talevski, der nun eine zügige Umsetzung seines Vorhabens plant, das mit der Kernsanierung des Gebäudes fortgeführt wird. „Momentan ist es wegen den vielen Corona-Einschränkungen nicht so einfach. Ich hoffe aber, dass wir schon bald weitermachen können. In einem Jahr sollte dann eigentlich alles fertig sein“, so der Eigentümer.

Nach der Sanierung stehen in 17 Einzel- und Doppelzimmern insgesamt 29 Betten zur Verfügung. Jedes Zimmer wird mit TV und Kühlschrank ausgestattet. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und einen Speisesaal, die die Bewohner nutzen können.

Parkplätze und Garagen soll es für die Mieter in fußläufiger Entfernung auf der anderen Seite der Kreuzung geben.

Über die Nutzung des ehemaligen Hotels als sogenanntes Long-Stay-Boardinghouse – für Mieter mit längerer Verweildauer – hinaus plant der neue Eigentümer keine weiteren Dienstleistungen.

Aktuell ist Talevski mit potenziellen Mietinteressenten im Gespräch, denen er die Räumlichkeiten über seine eigene Consulting-Firma im Paket anbietet.

In einem separaten Gebäudeteil sollen Räume des bisherigen Restaurants von privat gemietet und genutzt werden können. „Hier ist Platz für bis zu 60 Personen“, sagt Talevski, der in diesem Bereich auch das Kaminzimmer integrieren wird. In diesem Teil des Gebäudes könnte er sich künftig einen kleinen, aber feinen Gastrobereich vorstellen.

Diese Räumlichkeiten wären aus Sicht von Robert Talevski auch für Aussteller oder Gewerbetreibende interessant. (Mario Reymond)

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