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Bodenschätze im Richelsdorfer Gebirge sollen erkundet werden

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Von: René Dupont

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Im Richelsdorfer Gebirge und im Ringgau will ein Unternehmen Bodenschätze erkunden.
Im Richelsdorfer Gebirge und im Ringgau will ein Unternehmen Bodenschätze erkunden. © Privat

Das Projekt würde die Region Waldhessen in vielerlei Hinsicht auf Jahrzehnte hin verändern: die geplante Suche vor allem nach Kupfer, aber auch anderen Bodenschätzen im Richelsdorfer Gebirge. Seit Juni hat die Group 11 Exploration GmbH mit Sitz in Herzberg am Harz die Genehmigung, zu erkunden, ob im Richelsdorfer Gebirge und den umliegenden Bereichen Bodenschätze in solchen Mengen vorhanden sind, dass sich ein Abbau ökonomisch lohnen würde.

Hersfeld-Rotenburg – Doch der Startschuss für die Erkundung der Bodenschätze ist noch nicht gefallen. Das Unternehmen will damit warten, bis sich die wirtschaftlichen Turbulenzen etwas gelegt haben. Das hat die Group 11 Exploration GmbH auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. „Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Abkühlung in Verbindung mit hoher Inflation sowie dem Einbruch der Kupferpreise um rund 25 Prozent seit Jahresbeginn hat sich das Investitionsklima insbesondere für junge Unternehmen im Rohstoffsektor merklich eingetrübt“, teilt das Team mit. Der Inflationsdruck mache auch vor geologischen Erkundungen nicht Halt.

„Auf mittel- bis langfristige Sicht bleibt unsere Einschätzung des Projekts aber unverändert positiv: Wir sehen weiterhin großes Potenzial in dem Projekt“, heißt es weiter. Ein Grund dafür sei, dass die Anforderungen an die Nachhaltigkeit und die Sicherheit in der Lieferkette steigen.

Außerdem werde sich der weltweite Kupferbedarf im Zuge der Elektrifizierung der Wirtschaft bis zum Jahr 2035 nach Schätzung von Experten auf rund 49 Millionen Tonnen pro Jahr beinahe verdoppeln.

„Kurzfristig müssen wir jedoch die weiteren Entwicklungen am Markt in den nächsten Monaten genau beobachten und die nächsten Schritte im Projekt entsprechend prüfen“, betonte das Gründerteam.

Alle Zeit der Welt hat das Unternehmen mit dem Start der Bodenschatz-Erkundung allerdings nicht. Die bisherige Genehmigung läuft zunächst drei Jahre. Wenn das Unternehmen in diesem Zeitraum nicht mit der Erkundung beginnt, verfällt diese Erlaubnis. „Das wäre für uns zweifelsfrei das Worst-Case-Szenario – also der schlimmste aller denkbaren Fälle“, betont das Unternehmen. „Wir gehen aber absolut davon aus, dass wir das Projekt starten werden, daher ist aus unserer Sicht der Start nur eine Frage der Zeit“. Dabei sei aber die Entwicklung des Gesamtmarkts maßgeblich.

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